Welche Absicherung bei Volkskrankheiten möglich ist

Volkskrankheiten umfassen eine Vielzahl an Erkrankungen

Volkskrankheiten umfassen eine Vielzahl an Erkrankungen

Die häufigsten Volkskrankheiten, der Unterschied zu Zivilisationskrankheiten und wie eine Risikolebensversicherung die Angehörigen finanziell absichert

Bluthochdruck, Diabetes, Krebs – die Zahl der Menschen mit einer Volkskrankheit steigt beständig an. Ein Grund dafür ist auch die zunehmende Lebenserwartung. Laut Schätzungen soll im Jahr 2050 jeder Dritte 65 Jahre und älter sein. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit an einer Volkskrankheit zu erkranken. Wie eine Volkskrankheit definiert wird, welche Erkrankungen als Zivilisationskrankheit gelten und welche Rolle Volkskrankheiten für die Risikolebensversicherung und damit die finanzielle Absicherung der Lieben spielen, erfahren Sie hier.

Was sind Volkskrankheiten?

Als Volkskrankheiten werden im Allgemeinen Erkrankungen bezeichnet, die weit verbreitet sind und einen hohen Patientenanteil aufweisen. Dazu gehören Herz-Kreislauferkrankungen ebenso wie Diabetes Typ 2 und Erkrankungen der Lunge, die meist chronisch sind. Besonders häufig treten Herz-Kreislauferkrankungen auf, zu denen etwa Bluthochdruck gehört – circa 20 Prozent der Deutschen sind davon betroffen – ebenso wie Atherosklerose (Arterienverkalkung) mit etwa drei Millionen Patienten in Deutschland. Insgesamt sind vier von zehn Todesfällen in Deutschland auf Herz-Kreislauferkrankungen zurückzuführen.

Volkskrankheiten haben neben den Beeinträchtigungen, die sie für die Patienten bedeuten, konkrete volkswirtschaftliche Auswirkungen. Sie verursachen hohe Aufwendungen im Gesundheitswesen: durch Behandlungskosten, Arzneimittelausgaben und Krankschreibungen.

Die meistverbreiteten Erkrankungen in Deutschland*

  • Muskel- und Skeletterkrankungen
  • Psychische Erkrankungen
  • Erkrankungen des Atmungssystems
  • Verletzungen
  • Erkrankungen des Verdauungssystems
  • Unspezifische Symptome
  • Infektionen
  • Erkrankungen des Nervensystems, der Augen oder Ohren
  • Neubildungen (z.B. Krebserkrankung)
  • Erkrankungen des Kreislaufsystems
Quelle: DAK Gesundheitsreport, 2020
* Grundlage der Auflistung ist die Anzahl der Krankschreibungen




Info: Der Medizinhistoriker Justus Friedrich Karl Hecker verwendete 1832 erstmals den Begriff Volkskrankheit. Er beschäftigte sich mit dem Phänomen „Tanzwut“ als Volkskrankheit im Mittelalter. Ein Phänomen, dass vorrangig im 14. Und 15. Jahrhundert auftrat und epidemische Ausmaße annahm. Große Menschengruppen tanzten dabei bis zur Bewusstlosigkeit.




Was sind „neue“ Volkskrankheiten?

Zu den sogenannten neuen Volkskrankheiten zählen Rückenschmerzen, ADHS, Burn-out, Depressionen, chronische Bronchitis oder auch Kreidezähne. Ursachen sind häufig moderne Lebens- und Arbeitsbedingungen, Lebensstil sowie Umwelteinflüsse. So sind Rückenschmerzen häufig auf Bewegungsmangel und entwickelte Fehlhaltungen durch vorwiegend sitzende Tätigkeiten in vielen Berufszweigen zurückzuführen. Ein weiteres Beispiel sind sogenannte Kreidezähne (Schmelzbildungsstörung), die inzwischen bei rund acht Prozent aller Sechs- bis Zwölfjährigen auftreten. Sie sollen mit vermehrter Antibiotikagabe in den ersten Lebensjahren im Zusammenhang stehen.

Häufig wird statt von neuen Volkskrankheiten auch von Zivilisationskrankheiten gesprochen, da sie erst in unserer modernen Zivilisation entstanden sind. Die inhaltliche Trennung der beiden Begriffe ist nicht eindeutig.

 
 

Welche Krankheiten gelten als Zivilisationskrankheiten?

Der Begriff Zivilisationskrankheit kam Ende des 19. Jahrhunderts im deutschen Sprachraum auf. Definiert hat ihn der US-Mediziner George M. Beard im englischsprachigen Raum – konkret den Ausdruck Neurasthenie bzw. American Nervousness. Vor allem psychische Erkrankungen, die nach Ansicht Beards, durch zivilisatorische Errungenschaften wie Elektrizität, Dampfmaschinen oder gesellschaftliche Veränderungen beeinflusst waren, wurden darunter verstanden. Alternativbegriffe sind neben neuen Volkskrankheiten auch Lifestyle-Krankheit oder Wohlstandkrankheit.

Laut der Definition des Statistischen Bundesamtes werden unter Zivilisationskrankheiten Erkrankungen und Störungen verstanden, die durch materielle und ideelle Einflüsse ausgelöst werden. Das können beispielsweise Luftverunreinigung, Genussmittelmissbrauch (Rauchen, Alkohol, hoher Zuckerkonsum), beruflicher Leistungsdruck oder auch Existenzangst sein.

Beispiele für Zivilisationskrankheiten:

  • Verdauungs- und Stoffwechselstörungen
  • Hauterkrankungen wie Neurodermitis
  • Karies
  • Gicht
  • Psychische Erkrankungen, wie Depressionen oder Angststörungen

Wie kann Zivilisationskrankheiten vorgebeugt werden?

Ein gesunder Lebensstil kann eine Vielzahl an Krankheiten verhindern. Er beugt beispielsweise Übergewicht vor, das ein Risikofaktor für zahlreiche Erkrankungen, wie etwa Diabetes Typ 2 oder Atherosklerose ist. Rauchen ist ebenfalls ein wesentlicher Risikofaktor für schwerwiegende Volkskrankheiten wie Krebs oder Bluthochdruck.

Viele Zivilisationserkrankungen können bereits mit einem gesunden Lebensstil positiv beeinflusst werden. Eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Gemüse, Obst, moderatem Fleischkonsum, wenig Salz und Zucker ist die Basis zur Prävention.

Diese Faktoren kennzeichnen einen gesunden Lebensstil:

  • ausgewogene Ernährung
  • regelmäßige Bewegung
  • ausreichend Schlaf
  • wenig Alkohol
  • Verzicht auf Rauchen
  • wenig Stress
  • intaktes soziales Umfeld
  • Wahrnehmung von medizinischen Vorsorgeuntersuchungen




Info: Nicht alle Zivilisationskrankheiten können durch eine gesunde Lebensweise verhindert werden. Für einige der Erkrankungen sind die Ursachen noch nicht eindeutig geklärt oder es liegt eine genetische Veranlagung vor.




Welche Rolle spielen Erkrankungen für die Risikolebensversicherung?

Einige Volks- und Zivilisationskrankheiten erhöhen das Todesfallrisiko. Damit spielen sie auch eine wichtige Rolle bei der Berechnung des individuellen Beitrags einer Risikolebensversicherung. Vor dem Abschluss einer Versicherung sind einige Fragen zu beantworten, die Auskunft über mögliche Vorerkrankungen geben. Grundsätzlich dient eine Risikolebensversicherung als Hinterbliebenenschutz und sichert Angehörige des Verstorbenen finanziell ab.

Sie zahlt, wenn die versicherte Person verstirbt. Bei einigen Versicherern, wie etwa bei Verti, zahlt sie auch bei einer Lebenserwartung unter 12 Monaten. Wenn etwa während der Vertragslaufzeit eine unheilbare Erkrankung wie Krebs mit nur noch geringer Lebenserwartung diagnostiziert wird, kann die Versicherungssumme bereits zu Lebzeiten ausgezahlt werden. So hat der Versicherte die Möglichkeit, finanzielle Angelegenheiten noch selbst zu organisieren.

In welchen Fällen ist der Abschluss einer Risikolebensversicherung schwierig oder nicht möglich?

In einigen Fällen ist für Personen mit einer schweren Vorerkrankung der Abschluss einer Risikolebensversicherung nicht möglich – aufgrund des erhöhten Sterblichkeitsrisikos. Dies gilt etwa für Patienten mit langwierigen, schweren und mehrfach ärztlich behandelten Depressionen, die mit einer erhöhten Suizidgefahr einhergehen. Ebenso kann der Versicherungsantrag abgelehnt werden, wenn bereits eine Krebserkrankung vorlag oder aktuell eine Krebsbehandlung durchgeführt wird. Auch hier wird das Sterberisiko als hoch eingeschätzt. Welche Art der Krebserkrankung diagnostiziert wurde, spielt für die Beurteilung aber ebenfalls eine wichtige Rolle. Einige Krebsarten sind heutzutage bei rechtzeitiger Diagnose gut behandelbar und sogar heilbar.




Info: Eine Gesundheitsprüfung ist in der Regel kurz und wird online durchgeführt. Die genaue Anzahl der Fragen hängt unter anderem von der gewünschten Versicherungssumme ab. Verti stellt beispielsweise vor Abschluss einer Risikolebensversicherung drei Gesundheitsfragen, wenn die Versicherungssumme 100.000 Euro nicht übersteigt und das Eintrittsalter der versicherten Person nicht höher als 39 Jahre ist.




 
 

Fazit: Volks- und Zivilisationskrankheiten haben also nicht nur Einfluss auf den persönlichen Gesundheitszustand der Betroffenen, sondern auch gesamtgesellschaftliche und wirtschaftliche Auswirkungen. Eine Risikolebensversicherung bietet den Angehörigen finanziellen Rückhalt, wenn der Versicherte an den Folgen einer schweren Erkrankung stirbt.

Die Risikolebensversicherung von Verti bietet einen fairen und planbaren Hinterbliebenenschutz, der sich flexibel Ihren Lebensumständen anpasst. Falls Sie noch nicht abgesichert sind, überzeugen Sie sich selbst und machen Sie mit unserem Online-Schnellrechner den Vergleich: Unsere Versicherung überzeugt durch stabile und günstige Beiträge, Flexibilität, Transparenz und Einfachheit.

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