Umweltfreundliche Autos: gute Fahrt mit gutem Gewissen

Welche Kriterien sind entscheidend? Auf was sollte man achten? Wo kann man sich informieren?

Umweltfreundliche Autos: gute Fahrt mit gutem Gewissen
Wenn es um die Frage geht, ob man sich einen Diesel oder einen Benziner  kaufen soll, herrscht häufig Unsicherheit. Denn wie man in den vergangenen Monaten sehen konnte, ist auf die Angaben vieler Hersteller kein Verlass. Damit ist aber auch Bewegung in den Markt gekommen. Nach den ersten Hybridfahrzeugen ergänzen mehr und mehr Autos, die auch mit Strom fahren, die Modellpaletten. Dabei kommt es gar nicht nur darauf an, womit ein Auto betankt wird. Es gibt auch andere Faktoren, die bestimmen, was ein umweltfreundliches Auto ausmacht.
 

Die Einstellung der Autofahrer wird umweltbewusster

Über umweltschonende Autos wird derzeit viel diskutiert. Regelmäßig werden neue Konzepte präsentiert und Autos angeboten, die versprechen, die Umwelt weniger zu belasten. Die CO2-Emissionen eines Autos und damit seine Klimawirksamkeit hängen direkt vom Kraftstoffverbrauch ab. Nach Angaben des Bundesumweltamtes werden pro Liter Benzin etwa 2,33 kg CO2 und pro Liter Diesel 2,65 kg CO2 freigesetzt. Auch Katalysatoren und Filter können diese Werte nicht drücken. Der Spritverbrauch eines Wagens war für Kaufinteressenten aber immer schon interessant. Nicht nur aus Gründen des Umweltschutzes. Vielmehr weil die Preise für Treibstoff schon seit mehreren Jahren kontinuierlich nach oben klettern. Daher hat es sich immer schon gelohnt, ein Auto mit möglichst geringem Kraftstoffverbrauch zu wählen. Heute kommt noch ein allgemein stärkeres Bewusstsein der Menschen für umweltfreundliche Mobilität dazu.
Eine Kaufentscheidung legt die Tankkosten und CO2-Emissionen für ein ganzes Autoleben fest, was gut und gerne 12 Jahre und mehr betragen kann. Ein Großteil der Umweltbelastung durch Autos wird nach wie vor bei deren Gebrauch verursacht: vor allem durch Treibhausgase wie CO2 und Schadstoffe wie Stickoxide. Hinzu kommen weitere Umweltwirkungen wie Flächenverbrauch und Versiegelung, die Zerstörung von Lebensraum sowie Lärm. Was nun aber die umweltfreundlichste Antriebsvariante ist, lässt sich pauschal nicht beantworten. Eine Orientierung bietet die regelmäßig erscheinende VCD-Auto-Umweltliste.
 

Welche 34 Fahrzeuge stehen auf der VCD-Umweltliste?

Wer beim Autokauf auf die Umwelt achten möchte, kann sich an der Auto-Umweltliste vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) orientieren. Der Verein testet Neuwagen auf Schadstoffwerte und Sparsamkeit. Dabei müssen die Autos in drei Kategorien Bestwerte erzielen, um eine Empfehlung zu erhalten:
  • Spritverbrauch
  • Schadstoffausstoß
  • Lärm
Außerdem führt der VCD regelmäßige Untersuchungen darüber durch, ob und wie sich die Hersteller beim nachhaltigen Umweltmanagement engagieren. Gemeinsam mit dem Öko-Institut Freiburg werden deren Umweltmanagement, Produktion und Kommunikation sowie Produkt und Produktnutzung geprüft. Das Ranking dient als Entscheidungshilfe. In der aktuellen Umweltliste 2017/2018 des Verkehrsclubs Deutschland (https://www.vcd.org/fileadmin/user_upload/Redaktion/Themen/Auto_Umwelt/VCD_Auto-Umweltliste/AuLi-17-18/AULi_17_Download.pdf) werden insgesamt 34 Autos angeführt, die auf der Straße und nicht im Labor getestet wurden, darunter auch kleine, sparsame Benziner ohne Direkteinspritzung, Benzin-Hybride, Erdgasfahrzeuge und Elektroautos. Die Liste mit ausführlichen Informationen und den Testergebnissen können Sie sich kostenlos downloaden.
 

Reine E-Autos sind im Kommen, aber noch nicht für jeden geeignet

Elektroautos rechnen sich nach Einschätzung der Tester zunehmend mehr. Wie klimaverträglich der Antrieb ist, hängt aber vor allem auch vom Strommix ab, den man tankt. Mit dem Zubau erneuerbarer Energien und dadurch, dass Antrieb und Batterieproduktion sich weiter entwickeln, werden E-Fahrzeuge ökologisch immer besser. Das reine E-Auto empfiehlt sich aktuell jedoch nur für Wenigfahrer oder als Zweitwagen, der maximal 5.000 Kilometer im Jahr fährt. Seine Vorteile kommen am ehesten in städtischen Fuhrparks und als Carsharing-Pkw zu tragen. Als Privatfahrzeug eignet es sich am ehesten für umweltbewusste Pendler mit täglichen Fahrten von 30 und mehr Kilometern pro Strecke.
Weitere Informationen erhalten Sie beim VCD , der sich als Umweltverband ganzheitlich um das Thema Mobilität kümmert. Er verfolgt gemeinnützige Zwecke durch die Förderung des Umweltschutzes: www.vcd.org