Tuning und Kfz-Versicherung – was ist zu beachten?

Informieren Sie sich schon vor dem Tuning welche Änderungen das bei Ihrer Kfz-Versicherung mit sich bringen könnte

Tuning und Kfz-Versicherung – was ist zu beachten?

Wer sein Auto liebt, schraubt gern daran rum und macht alles noch ein bisschen besser. Individuell und sportlich ist die Devise – auch auf der Straße. Grundsätzlich ist das Frisieren von Fahrwerk und Motor, Interieur und Karosserie gestattet, wenn Sie ein paar Regeln beachten.

Denn selbst die kleinsten Umbauten können zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führen. Aber das wissen Sie bestimmt und können es leicht vermeiden: Melden Sie einfach alle nachträglichen Veränderungen, die nicht serienmäßig eingebaut sind. Die meisten neuen Fahrzeugteile muss der Prüfer einzeln abnehmen. Ein zugelassener Sachverständiger vom TÜV oder von der DEKRA ist hier die richtige Adresse.

Über das Tuning die Autoversicherung informieren

Wussten Sie aber auch, dass Sie Ihre Kfz-Versicherung über jede Bastelei und Spielerei informieren müssen? Zwingend und unverzüglich. Ganz gleich, ob Sie Ihr Gefährt nur optisch veredeln und akustisch optimieren oder die Fahrleistung aufmotzen. Sie gefährden sonst Ihren Versicherungsschutz.

Wer etwas schneller fährt, der muss auch etwas tiefer in die Tasche greifen

Für den Versicherer werten Sie nicht einfach nur Ihr Auto auf. Sie erhöhen durch das Tuning auch seinen Wert und möglicherweise das Risiko. Das muss die Versicherung abdecken und wird es in Ihren Beitrag einpreisen. Das heißt: mehr Power, mehr Sound & coolere Optik gleich höherer Beitrag.

Gut gesichert auch beim Crash

Der Edelstahl-Sportschalldämpfer, das Breitbau-Kit und die Akzent-Folierung sind Ihrer Kfz-Versicherung gar nicht gemeldet? Das holen Sie besser schnell nach, sonst kann das teuer werden. Zum Beispiel bei Diebstahl. Sie wollen doch, dass die Kasko im Fall der Fälle einspringt, oder?

Die Versicherung weiß nicht, dass Sie mehr Pferdestärken unter der Haube, eine Hochleistungsbremse und einen mittig liegenden Doppelrohrauspuff haben? Auch nicht gut. Kommt es nämlich zum Crash, reguliert die Haftpflicht zwar den Schaden. Sie kann sich aber einen Teil der erhöhten Auslagen wiederholen. Mit bis zu 5.000 Euro. Das sollten Sie besser vermeiden!

Wir empfehlen deshalb:

  • Rufen Sie Ihren Versicherungsvertreter an, bevor Sie Hand an Spoiler & Co. anlegen.
  • Sprechen Sie mit Ihrer Versicherung bei jeder Wertsteigerung am Auto – sicher ist sicher.
  • Melden Sie die Veränderungen schriftlich.
  • Heben Sie alle Rechnungen auf, damit Sie den Wert des Tunings nachweisen können.
  • Denken Sie über einen Versicherungswechsel nach, wenn der Beitrag durch das Tuning extrem steigt.

Auch wichtig: Wenn Sie Ihr Auto tunen, fahren Sie zur Zulassungsstelle und melden Sie den Umbau. Ein Eintrag in den Fahrzeugpapieren ist unbedingt erforderlich. Ansonsten können Sie bei einer Polizeikontrolle mit hohen Bußgeldern rechnen und mit Punkten in Flensburg ... Von der Stilllegung Ihres Fahrzeugs wollen wir gar nicht erst reden. Ihr Schmuckstück in der Garage parken? Das muss echt nicht sein. Geben Sie lieber Vollgas.