Diese staatlichen Leistungen gibt es für Familien

In Deutschland profitieren Familien von einer Vielzahl an Unterstützungsleistungen. Eltern und Kinder können bis zu 150 Familienleistungen in Anspruch nehmen.

( Wörter)

staatlichen Leistungen für Familien
Kinder kosten Geld – und das nicht zu knapp. Eltern wissen, dass sie für ihren Nachwuchs in jeder Altersstufe mehrere Hundert Euro pro Monat extra einplanen müssen. Um Familien finanziell zu entlasten, gewährt der Staat eine Vielzahl von Unterstützungsleistungen. Diese reichen vom Mutterschaftsgeld über das Kindergeld bis hin zum Kinderzuschuss. Zudem hilft der Staat Eltern mit dem Elterngeld, um Kinder und Arbeit besser unter einen Hut zu bringen. Erfahren Sie hier mehr über  die staatlichen Unterstützungsleistungen für Familien.
 
Was kostet eine Risikolebensversicherung heute?
 
 

Wann bekommen Familien Kindergeld?

Das Kindergeld ist eine der wichtigsten staatlichen Leistungen für Familien in Deutschland. Es wird unabhängig vom Einkommen der Eltern direkt an alle Familien gezahlt. Die Höhe des Kindergeldes ist gestaffelt nach der Zahl der Kinder. Für das erste und zweite Kind erhalten Eltern je 204 Euro im Monat. Für das dritte Kind gibt es monatlich 210 Euro extra. Und für das vierte und jedes weitere Kind bekommen Familien monatlich weitere 235 Euro vom Staat ausbezahlt. Kindergeld wird ausnahmslos für alle Kinder bis zum 18. Lebensjahr bezahlt. Sofern die Kinder in der Folge einer Ausbildung nachgehen, wird das Kindergeld bis zum 25. Lebensjahr gezahlt. Für Kinder ohne Beschäftigungsverhältnis kann Kindergeld bis zum 21. Lebensjahr bezogen werden. Ausbezahlt wird das Kindergeld an diejenige Person, in deren Obhut das Kind steht. Leben beide Eltern in einem Haushalt zusammen, können sie bestimmen, welcher Elternteil das Kindergeld erhalten soll. Eine weitere Voraussetzung für den Bezug ist, dass die Kinder ihren Wohnsitz bzw. ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland oder einem Mitgliedsstaat der EU haben.
 
 

Was bringt das Elterngeld?

Seit mehr als zehn Jahren gibt es das Elterngeld. Eingeführt wurde es, um Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern, ohne dass sie größere Einkommenseinbußen in Kauf nehmen müssen. Seit 2007 haben über acht Millionen Mütter und Väter die staatliche Leistung in Anspruch genommen. 
Eltern können die staatliche Förderung für insgesamt 14 Monate beantragen, wenn sich beide Partner an der Betreuung des Kindes beteiligen. Den Bezugszeitraum von 14 Monaten können die Eltern frei untereinander aufteilen. Ein Elternteil kann jedoch höchstens zwölf Monate und mindestens zwei Monate beanspruchen. Alleinerziehende können hingegen die vollen 14 Monate Elterngeld in Anspruch nehmen.
Die häufigste Form des Elterngeldes ist das sogenannte Basiselterngeld, das alle Eltern beantragen können, die wegen einer beruflichen Auszeit zur Betreuung des Kindes Einkommensverluste hinnehmen müssen. Es beträgt maximal 65 Prozent des wegfallenden Nettoverdienstes, höchstens jedoch 1800 Euro (und mindestens 300 Euro). 
 
 
Wieviel kostet Schutz für Ihre Familie?
 
 

Was sind ElterngeldPlus und der Partnerschaftsbonus?

Neben dem Basiselterngeld kann das Elterngeld auch in den beiden Varianten ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus in Anspruch genommen werden. Alle drei Elterngeld-Varianten können miteinander kombiniert werden.
 
Das ElterngeldPlus wurde 2015 eingeführt, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern und Eltern den Wiedereinstieg ins Berufsleben in Teilzeit zu ermöglichen. Die Hauptunterschiede zwischen dem Basiselterngeld und dem ElterngeldPlus sind die Höhe und die Bezugsdauer. Das ElterngeldPlus kann doppelt so lange wie das Basiselterngeld bezogen werden (28 statt 14 Monate), dafür aber nur in halber Höhe. Ein Monat Basiselterngeld entspricht somit rechnerisch zwei Monaten ElterngeldPlus. 
Eltern, die sich die Betreuung ihres Kindes teilen, können den sogenannten Partnerschaftsbonus in Anspruch nehmen. Dabei handelt es sich um vier zusätzliche Monate, in denen sie ElterngeldPlus beziehen dürfen. Voraussetzung für den Partnerschaftsbonus ist jedoch, dass die Eltern über einen Zeitraum von vier Monaten (am Stück) gleichzeitig in Teilzeit arbeiten und die wöchentliche Arbeitszeit zwischen 25 und 30 Stunden liegt.
 

Was ist das Mutterschaftsgeld?

Schwangere Frauen haben sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt einen Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Das Mutterschaftsgeld soll das Einkommen der werdenden bzw. jungen Mutter in dem Zeitraum sichern, in dem sie aus Schutzgründen keiner Beschäftigung nachgehen kann. Gezahlt wird das Mutterschaftsgeld von den gesetzlichen Krankenkassen. Anspruchsberechtigt sind lediglich freiwillig- oder pflichtversicherte Mitglieder der gesetzlichen Kassen, die auch einen Anspruch auf die Zahlung von Krankengeld haben. Darüber hinaus müssen Frauen in einem ungekündigten Beschäftigungsverhältnis stehen oder der Arbeitgeber hat dieses während der Schwangerschaft gekündigt. 
 
Die Höhe des Mutterschaftsgeldes richtet sich nach dem Nettogehalt/-lohn der letzten drei Kalendermonate. Der staatliche Beitrag zum Mutterschaftsgeld beträgt maximal 13 Euro pro Kalendertag. Die Differenz zwischen den 13 Euro und dem tatsächlichen täglichen Nettoverdienst wird vom Arbeitgeber übernommen. Frauen, die privat krankenversichert oder über die gesetzliche Krankenversicherung familienversichert sind, erhalten ein maximales staatliches Mutterschaftsgeld von insgesamt 210 Euro. Auch bei ihnen wird der Differenzbetrag vom Arbeitgeber ausgeglichen.
 

Welche Eltern können einen Unterhaltsvorschuss beziehen?

Der Unterhaltsvorschuss ist eine staatliche Leistung, die gezielt zur finanziellen Unterstützung von Alleinerziehenden bzw. deren Kinder dient. Unterhaltsvorschuss ist für diejenigen Kinder gedacht, deren getrennt lebender Elternteil nicht, zu wenig oder nur unregelmäßig zahlt. Den Vorschuss erhält das Kind, wenn es in Deutschland bei seinem alleinerziehenden Elternteil lebt und das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Eine gerichtliche Entscheidung über den Unterhalt ist dafür nicht erforderlich. Außerdem wird der Unterhaltsvorschuss unabhängig vom Einkommen des alleinerziehenden Elternteils gezahlt. 
Die Höhe des Unterhaltsvorschusses ist altersabhängig und beträgt für Kinder bis zu fünf Jahren maximal 165 Euro pro Monat. Für Kinder zwischen sechs und elf Jahren erhöht sich der Vorschuss auf bis zu 220 Euro. Für Kinder zwischen zwölf und 17 Jahren beträgt er maximal 293 Euro monatlich. Bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres erhalten Kinder den Unterhaltsvorschuss ohne zeitliche Einschränkung. Danach gibt es bestimmte Anspruchsvoraussetzungen in Bezug auf das Einkommen des alleinerziehenden Elternteils.
 

Für wen ist der Kinderzuschlag gedacht?

Der Kinderzuschlag ist eine spezielle Leistung für Familien, deren Einkommen für die Eltern alleine reicht, nicht jedoch für die Kinder. Der Kinderzuschlag wird von der Bundesagentur für Arbeit bezahlt und soll verhindern, dass Eltern auf Arbeitslosengeld II angewiesen sind. Der Zuschlag beträgt bis zu 140 Euro pro Kind und Monat und wird in der Regel für sechs Monate bewilligt. Ist dieser Zeitraum abgelaufen, müssen Eltern den Kinderzuschlag neu beantragen. 
Voraussetzung für den Erhalt der Leistung ist ein Monatseinkommen der Eltern von höchstens 900 Euro brutto. Für Alleinerziehende gilt eine Obergrenze von 600 Euro brutto pro Monat. Dabei werden weder Wohngeld noch Kindergeld berücksichtigt. Der Kinderzuschuss kann für Kinder beantragt werden, die jünger als 25 Jahre sind und in einem gemeinsamen Haushalt mit den Eltern bzw. dem Elternteil leben. Ältere und/oder verheiratete Kinder haben keinen Anspruch auf die diese finanzielle Unterstützung.
 

Fazit

 
Familien mit Kindern können in Deutschland von zahlreichen staatlichen Hilfen und Unterstützungsleistungen profitieren. Vor allem Eltern bzw. Elternteile mit geringem Einkommen werden gezielt durch den Staat unterstützt, sodass sich ihr Armutsrisiko reduziert. Das Bundesministerium für Familien stellt detaillierte Informationen über alle Leistungen zur Verfügung. Um möglichst von allen infrage kommenden Familienunterstützungsleistungen zu profitieren, empfiehlt es sich, sich vorab intensiv zu informieren oder beraten zu lassen. 
 
 
Was muss ich zahlen um meine Liebsten abzusichern?
 

Das könnte Sie auch interessieren

* Aktionsbedingungen
+

*Der Anspruch auf die Gutscheine im Gesamtwert von bis zu 75 EUR besteht bei Abschluss einer Verti Risikolebensversicherung auf verti.de oder per Telefon im Verti Kundenservice. Aktionszeitraum: 30.06.2020 bis 30.09.2020. Für die Rechtzeitigkeit ist das Datum der Angebotserstellung maßgeblich. In den ersten 5 Versicherungsjahren erhält der Versicherungsnehmer für das jeweilige Versicherungsjahr je einen Amazon.de-Gutschein über einen Wert von 15 Euro.
Es gelten nachfolgende Bedingungen:

Der Vertrag ist wirksam zustande gekommen, nicht widerrufen, zum Zeitpunkt der jeweiligen Auszahlung ungekündigt und alle fälligen Versicherungsprämien sind bis zum Auszahlzeitpunkt bezahlt. Der Versand des Gutscheins für das jeweilige Versicherungsjahr erfolgt per E-Mail von Amazon.de an die vom Versicherungsnehmer angegeben E-Mail-Adresse zu folgenden Zeitpunkten:

  • bei Versicherungsbeginn zwischen 01.01. bis einschl. 31.03. bis zum 31.05. des jeweiligen Jahres
  • bei Versicherungsbeginn zwischen 01.04. bis einschl. 30.06. bis zum 31.08. des jeweiligen Jahres
  • bei Versicherungsbeginn zwischen 01.07. bis einschl. 30.09. bis zum 30.11. des jeweiligen Jahres
  • bei Versicherungsbeginn zwischen 01.10. bis einschl. 31.12. bis zum 28.02. des Folgejahres

Eine Barauszahlung oder nachträgliche Anrechnung ist ausgeschlossen. Die Aktion ist nicht mit anderen Aktionen kombinierbar. Verti behält sich vor, die Gutscheinaktion zu verlängern und/oder ohne vorherige Ankündigung und ohne Mitteilung von Gründen jederzeit zu beenden.

Hinweis zu den Amazon.de Gutscheinen: Es gelten Einschränkungen. Die vollständigen Geschäftsbedingungen finden Sie auf:amazon.de/gc-legal