Sicherheit im Haus: Das können Sie tun

Tipps für ein sicheres Zuhause

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Im Todesfall erfolgt die Auszahlung der Risikolebensversicherung
Bei den eigenen vier Wänden kommt es nicht nur drauf an, welche Farbe die Tapete hat oder welche Bilder an den Wänden hängen. Auch Ihre Sicherheit und die Ihrer Familie spielt eine wichtige Rolle dabei, wie wohl Sie sich fühlen. Mit folgenden Tipps erhöhen Sie die Sicherheit in Ihrem Zuhause.
 

Brandschutz: Mittlerweile gesetzlich vorgeschrieben

Rauchmelder warnen Sie, wenn in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus ein Feuer ausbricht. In den meisten Bundesländern sind sie mittlerweile sogar Pflicht in Neu- und Bestandsbauten. Lediglich in Berlin und Brandenburg gibt es für Bestandsbauten noch eine Übergangsfrist bis Ende 2020. Ab dem 1. Januar 2021 müssen sie aber auch dort mit Rauchmeldern ausgerüstet sein.
 
Rauchmelder geben ein lautes akustisches Signal von sich, wenn in ihrer Nähe Rauch entsteht. Das kann Leben retten, wenn ein Feuer ausbricht, und sorgt für mehr Sicherheit im Haus. Die Bundesländer haben verschiedene Vorschriften, in welchen Räumen Rauchmelder angebracht werden müssen. Meistens sind dies Fluchtwege wie Flure sowie Schlaf- und Kinderzimmer. In Küche und Bad hingegen sind sie häufig falsch platziert. Da sie auch auf Wasserdämpfe reagieren, könnten sie dort Fehlalarm auslösen. Für Küche und Bad empfiehlt sich deshalb ein Wärmemelder. Dieser löst Alarm aus, wenn im Raum eine hohe Temperatur herrscht oder die Raumtemperatur sehr schnell ansteigt. Verpflichtend sind solche Melder normalerweise nicht, aber empfehlenswert, wenn Sie sich mehr Sicherheit in Ihrem Haushalt wünschen.
 
Für die Küche ist auch ein sogenannter Herdwächter eine Option, die Sicherheit im Haushalt zu erhöhen. Er ist für strombetriebene Herde geeignet. Ein Sensor oberhalb des Herds überwacht die Vorgänge auf dem Herd – er erfasst Temperatur und Bewegungen. So merkt er zum Beispiel, wenn ein Topf auf der Herdplatte vergessen wurde. In diesem Fall schlägt er Alarm. Stellen Sie den Alarm nicht rechtzeitig aus, kappt das Bauteil des Herdwächters, das mit der Stromzuleitung des Herdes verbunden ist, die Stromzufuhr und schaltet den Herd dadurch aus.
 

Wohnung kindersicher machen

Sobald die Kleinen anfangen zu krabbeln oder zu laufen, ist nichts mehr vor ihnen sicher. Kinder sehen die Welt aus anderen Augen. Für sie sind Steckdosen, Treppen und Medikamente keine Gefahren im Haushalt, sondern etwas, das ihre Neugierde weckt und untersucht werden möchte. Als Eltern sollten Sie deshalb Ihr Zuhause mit anderen Augen wahrnehmen. Experten empfehlen sogar, sich wortwörtlich auf Augenhöhe der Kinder zu begeben. Gehen Sie in die Knie und schauen Sie sich um: Was sieht aus dieser Perspektive spannend für ein kleines Kind aus? Was könnte gefährlich werden?
 

Häufige Gefahrenquellen sind beispielsweise:

  • Steckdosen, Leitungen und Kabel: Nutzen Sie Kindersicherungen für Steckdosen und verlegen Sie Leitungen und Kabel so, dass Ihr Kind nicht darüber stolpern oder daran ziehen kann.
  • Treppen: Wenn Sie zuhause Treppen haben, sorgen Treppenschutzgitter für mehr Sicherheit im Haus.
  • Möbel: Stellen Sie Möbel kippsicher auf. Regale und Schränke sollten Sie an der Wand fixieren. Sichern Sie sämtliche Schubladen, damit das Kind diese nicht aufziehen kann. Polstern Sie spitze Ecken und Kanten an Möbeln mit Schutzkappen oder ähnlichem ab.
  • Teppiche und Läufer: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Teppiche und Läufer rutschfest zu verlegen, zum Beispiel Anti-Rutsch-Matten oder Teppichklebeband.
  • Gefährliche Flüssigkeiten und ähnliches: Putzmittel, Medikamente, Pflanzendünger, Alkohol und Zigaretten gehören nicht in Kinderhände. Am besten sperren Sie solche gefährlichen Stoffe weg, zum Beispiel in einen Schrank. Ziehen Sie den Schlüssel ab und verwahren Sie ihn so, dass Ihr Kind ihn nicht in die Finger bekommen kann.
  • Fenster und Türen: Sichern Sie Fenster, Balkon- und Terrassentüren gegen neugierige Kinderhände, damit Ihre Kleinen nicht eigenhändig nach draußen gelangen und sich dort vielleicht verletzen. Auch gekippte Fenster sind gefährlich, da sich das Kind darin die Finger einquetschen kann. Möglicherweise ist es auch sinnvoll, bestimmte Räume in Ihrem Zuhause abzuschließen, zum Beispiel den Hobbyraum oder das Bügelzimmer.
  • Sicherheit im Garten: Zäunen Sie Gartenteiche und Schwimmbecken ein. Decken Sie Regentonnen, Tröge und ähnliches ab, damit Ihr Kind nicht hineinklettern kann. Achten Sie darauf, keine giftigen Pflanzen und Bäume in Ihrem Garten zu pflanzen oder sichern Sie diese entsprechend ab.

Mehr Sicherheit für Ihr Zuhause: Einbruchschutz

2018 gab es laut der polizeilichen Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts rund 97.500 Wohnungseinbrüche. Dies sind etwa 16,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor – was auch damit zusammenhängt, dass immer mehr Wohnungseigentümer, Vermieter und Mieter ihre Wohnungen und Häuser sicherer gestalten. Maßnahmen für mehr Sicherheit zuhause sind zum Beispiel:
  • Sicherheitsschlösser und Zusatzschlösser an Haus- und Wohnungstüren, Balkon- und Terrassentüren sowie Fenstern
  • einbruchhemmende Türen und Fenster
  • zusätzliche Sicherungen für Rollläden
  • Türspione
  • Bewegungsmelder
  • Alarmanlagen