Sicherheit im Garten

Die meisten Unfälle passieren im Haushalt– und auch der Garten birgt Gefahren.

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Im Todesfall erfolgt die Auszahlung der Risikolebensversicherung
Als erstes denken wohl die meisten an den Tritt auf eine herumliegende Harke. Doch während dabei in aller Regel nur eine Beule die Folge ist, können Sie sich beispielsweise an verrosteten Sägeblättern deutlich mehr verletzen. Einen besonders hohen Stellenwert hat die Sicherheit im Garten, wenn dort häufig Kinder spielen. Minimieren Sie Gefahrenquellen – meist genügt es schon, sich potenzielle Risiken einmal bewusst zu machen.
 

Typische Gefahrenquellen im Garten

Selbstverständlich können Unfälle auch völlig unerwartet passieren. Dennoch gibt es einige Gefahrenquellen im Garten, die häufiger zu Verletzungen führen.
 

Defekte Geräte und Werkzeuge

Ob Hecke trimmen oder Schuppen bauen: Bei Arbeiten im Garten sollten Sie die Sicherheit nicht vernachlässigen. Sei es ein gebrochenes Kabel an der Stichsäge, verrostete Klingen an der elektrischen Heckenschere oder ein anderer Defekt: Vor allem sobald Strom im Spiel ist, sollten Sie stets auf einen einwandfreien Zustand Ihrer Arbeitsgeräte achten.
 
Zu mehr Sicherheit im Garten trägt eine regelmäßige Wartung aller Werkzeuge und Geräte bei, am besten immer nach der Winterpause: Ist der ausziehbare Teleskopstiel der Astschere angeknackst, müssen ihre Klingen gereinigt werden? Was auch immer es ist: Sobald Sie strombetriebene Geräte reinigen oder gar reparieren, muss der Stecker gezogen sein. Größere Reparaturen sollten Sie jedoch nur von einem Fachmann durchführen lassen. Außerdem lohnt ein Blick in die Bedienungsanleitung, denn diese verrät, wie Sie die unterschiedlichen Werkzeuge bestmöglich pflegen – und natürlich auch verwenden.
 
Doch auch Werkzeuge ohne Strom können zur Gefahr werden, wenn sie beschädigt sind. Ein angerissenes Sägeblatt oder die Axt, bei der sich der Kopf gelockert hat, können Sie oder andere verletzen.
 

Leitern

Eine häufig unterschätzte Gefahr stellen Leitern dar. Vor allem Fehler in der Anwendung und unvorsichtiges Verhalten führen zu Stürzen. Achten Sie immer auf einen sicheren Stand – zum Beispiel beim Beschneiden von Baum oder Hecke sowie der Reinigung der Regenrinne. Freistehende Leitern stehen meist sicher. Dennoch können sie umkippen, wenn Sie sich beispielsweise seitlich weit von der Leiter weg beugen. Leitern zum Anlehnen müssen im richtigen Winkel stehen: Zu weit weg, und die Leiter könnte an der Wand herunterrutschen; zu dicht dran, und die Gefahr des Nachhintenkippens steigt.
 
Im Idealfall steht zudem eine zweite Person am Boden, die die Leiter sichert und festhält. Bei Arbeiten ab einer Höhe von zwei Metern sollten Sie sich anseilen.
 

Fehlende Beleuchtung

Auch ohne Leiter können Sie stürzen. Kleine oder größere Stolperfallen finden sich in einem Garten eigentlich immer. Was tagsüber kein Problem ist, kann im Dunkeln in einem umgeknickten Knöchel oder Schlimmerem enden. Daher sollten Sie zumindest an den Wegen im Garten mit Beleuchtung für Sicherheit sorgen. So finden Sie den Weg zum Haus auch dann noch sicher, wenn der gemütliche Abend mit Freunden und Wein in der Sitzecke im Garten mal etwas länger gedauert hat.
 
Übrigens ist es besonders bequem, wenn die Beleuchtung vom Haus aus steuerbar ist. Alle Gartenbewohner – Tiere oder Pflanzen – danken es Ihnen zudem, wenn Sie nachts die Beleuchtung ausschalten und nicht dauerhaft brennen lassen. An der Tür oder weiteren Stellen ums Haus herum bieten sich Lampen mit Bewegungsmelder an: Diese leuchten nicht nur den Weg, sondern können zudem potenzielle Einbrecher abschrecken.
 

Unordnung

Jeder Garten ist anders: Von modernen, klaren Linien bis zum Wildwuchs und Kleintierparadies ist alles möglich, was gefällt. Doch ob große Rasenfläche oder naturbelassener Garten mit Blumenwiesen: Ordnung kann helfen, Unfälle zu vermeiden. Herumliegendes Werkzeug kann genauso wie Spielzeug der Kinder zur Stolperfalle werden. Auch Reste vom letzten Bauprojekt, etwa ein Brett mit eingeschlagenen Nägeln oder scharfkantige Teile sowie spröde Holzbalken – all das sollte nicht länger als notwendig im Garten herumliegen.
 

Rasenmäher

Beim Rasenmähen im Garten sollten Sie vor allem auf Sicherheit für andere achten. Viele unterschätzen die Wucht von hochgeschleuderten Steinen oder anderen kleinen Gegenständen. Normalerweise sollte das beim Mähen nicht passieren, da Rasenmäher so konzipiert sind, dass Steine nicht umherfliegen. Ganz ausschließen kann man dieses Risiko aber nicht, weswegen kleine Kinder während des Mähens nicht im Garten toben sollten. Auch der Hund sollte besser nicht um Herrchen und Rasenmäher herumspringen.
 
Bei Elektrorasenmähern mit Kabel ist zudem erhöhte Aufmerksamkeit gefragt, damit Sie mit dem Schneidwerkzeug nicht das Kabel erwischen. Bei selbstfahrenden Rasenmährobotern erledigt sich die Arbeit zwar von selbst, ein Sicherheitsrisiko können diese jedoch auch darstellen, vor allem für Igel oder andere kleine (Haus-)Tiere.
 

Kleine Kinder im Garten? Sorgen Sie für Sicherheit

Achten Sie ganz besonders auf die Sicherheit im Garten, wenn dort regelmäßig Kinder spielen, seien es Ihre eigenen, die Enkel oder auch Nachbarskinder. Für ein grundlegendes Maß an Sicherheit sorgt ein Zaun. Er ist zwar in der Regel nicht unüberwindbar, hält die Kinder jedoch davon ab, im Spiel direkt auf die Straße zu laufen. Weitere Dinge, die für Kinder im Garten ein Risiko darstellen können:
 
  • Wasser: Bereits ein flacher Teich kann für Kleinkinder gefährlich werden. Zäunen Sie ihn besser ein, solange die Kinder sehr klein sind. Auch in Regentonnen sollten Kinder keinesfalls gelangen können. Wenn Sie im Sommer ein Planschbecken aufstellen, behalten Sie die Kinder im Auge – oder platzieren Sie das kühle Nass an einem Ort, den Sie verschließen können. Einen Pool sollten Sie ebenfalls gut absichern: mit einer Absperrung oder Poolabdeckung.
  • Giftige Pflanzen: Die schönsten Pflanzen sind manchmal auch die giftigsten. Wenn eine leuchtende Blüte oder eine schmackhaft aussehende Beere Kinder anlocken könnte, sollten Sie sichergehen, dass die Pflanze nicht gefährlich ist. Auch Haustierbesitzer sollten sich informieren, ob ein Gewächs giftig ist.
  • Chemikalien: Ob Dünger, Pflanzenschutzmittel oder Holzlack – all das sollten Sie sicher aufbewahren und am besten wegschließen, wenn sich Kinder frei im Garten bewegen.
  • Bäume: Bäume sind etwas Tolles, sie spenden Schatten, manche liefern leckeres Obst, und sie können für Kinder auch als Klettergerüst dienen. Das mag manche Eltern beunruhigen, doch sehr aktive Kinder von ihren Ausflügen abzuhalten, ist schwer und auch nicht ratsam. Besser daher: Darauf achten, dass keine morschen oder angeknacksten Äste vorhanden sind und der Nachwuchs genügend Möglichkeiten zum Festhalten hat.

Sicherheit im Garten: Gut vorbereitet sein

Vorsorge ist immer besser als Nachsorge. Ganz in diesem Sinne sollten Sie einen Blick für Gefahrenquellen im Garten entwickeln und für Sicherheit sorgen. Dennoch lassen sich Unfälle und Missgeschicke nicht vollkommen verhindern. Denken Sie darum auch einen Schritt weiter:
  • Lassen Sie Ihre Tetanus-Impfung auffrischen, denn schon kleine Schnittverletzungen mit verunreinigten Sägen oder Gartenscheren können bei einer Infektion schwerwiegende Folgen haben.
  • Bewahren Sie griffbereit einen Erste-Hilfe-Kasten auf, zum Beispiel im Schuppen.
  • Überprüfen Sie Ihren Versicherungsschutz: Haben Sie eine gute Unfall- und Haftpflichtversicherung? Schließlich können Sie bei der Gartenarbeit sowohl sich selbst als auch andere ungewollt verletzen.