Sicher reisen und den Urlaub in vollen Zügen genießen

Tipps für Reisen mit möglichst wenigen Risiken

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Im Todesfall erfolgt die Auszahlung der Risikolebensversicherung
Fernreisen in bestimmte Länder können mit Risiken verbunden sein: Oft ist dort die Wahrscheinlichkeit für Verkehrsunfälle und Raubüberfälle höher und die medizinische Versorgung schlechter. Reisende sollten daher wissen, welche Stadtviertel zu meiden sind und wie sie sich vor Verkehrsunfällen, Infektionen und Unwettern schützen können. Wer Sicherheitsvorkehrungen trifft und weiß, was im Notfall zu tun ist, startet sicherer in den Urlaub.
 

Gut informiert für mehr Sicherheit auf Reisen

Verreisen Sie nie unvorbereitet. Grundlegende Informationen über Land und Leute sind wichtig, damit Sie Gefahren realistisch einschätzen können. Dazu gehört Wissen über die aktuelle politische Lage, die medizinische Versorgung, die Straßenverhältnisse sowie das Risiko von Naturkatastrophen und Infektionskrankheiten.
 
Eine zuverlässige Quelle sind die Länderinformationen des Auswärtigen Amtes. Prüfen Sie, ob für Ihr Urlaubsziel eine Reisewarnung vorliegt und sehen Sie u.U. von einem Urlaub in einem der gefährlichsten Reiseländer der Welt (Linkvorschlag: Blogartikel gefährlichsten Reiseländer der Welt ) ab. Vermeiden Sie Aufenthalte in Regionen, die Experten als extrem gefährlich einstufen. Aber auch wenn Sie planen, in ein wenig risikoreiches Land zu reisen, sind die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes nützlich. Rufen Sie die Warnungen regelmäßig ab oder verfolgen Sie Medienberichte.
 
Sehr nützlich ist die App „Sicher reisen“ des Auswärtigen Amtes. Diese hält Sie während Ihres Aufenthalts stets auf dem Laufenden. Hilfreich ist auch ihre Ortungsfunktion. Ist die Lage vor Ort angespannt, sollten Sie Ihren Angehörigen zu Hause regelmäßig ein Lebenszeichen senden und sie über Ihren Reiseverlauf informieren. Dies funktioniert auch mit anderen Sicherheits-Apps.
 

Kulturelle Eigenheiten und Gesetze des Reiselandes beachten

Machen Sie sich außerdem mit den adäquaten Verhaltensweisen, Moralvorstellungen sowie der Gesetzeslage des Reiselandes vertraut, um sicherer in den Urlaub zu starten. Vieles, was hierzulande als selbstverständlich gilt, stößt in anderen Kulturkreisen mitunter auf Unverständnis. Man wird Ihnen nicht nur mit mehr Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft begegnen, sondern Sie vermeiden vielerorts auch die teilweise drakonischen Strafen bei Gesetzesverstößen.
 
Auch ein scheinbar harmloser Kommentar zu religiösen Themen, freizügige Kleidung oder der (öffentliche) Genuss von Alkohol kann Sie in eine missliche Lage bringen. Letzteres ist keineswegs nur im arabischen Raum problematisch. Auch in den USA, in Kanada und Polen kann dies problematisch sein. In Brasilien riskieren Urlauber beim Umziehen am Strand u.U. sogar ein Bußgeld. Auch das Missachten von Zollvorschriften oder das Fotografieren militärischer Anlagen wird vielerorts als schweres Delikt geahndet. Leider beschneiden einige Staaten die Menschenrechte, und zwar sowohl die der eigenen Bevölkerung als auch die der ausländischen Besucher. Daher können Sie nicht immer auf einen guten Rechtsbeistand hoffen.
 

Reisesicherheit in Krisengebieten

Ist die Situation vor Ort angespannt und unübersichtlich, etwa aufgrund politischer Unruhen, sollten Sie sich vor Urlaubsantritt in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amtes eintragen, um sicherer zu reisen. Spitzt sich die Lage zu, stehen Sie schneller in Kontakt mit der deutschen Auslandsvertretung. Im Ernstfall kann diese ggf. eine Ausreise oder anderweitige Hilfe organisieren.
 
Bei politischen Spannungen und erhöhter Terrorgefahr ist es sicherer, wenn Sie Menschenansammlungen, Kundgebungen und beliebte Touristenattraktionen meiden.
 

Verkehrsunfälle: Ein großes Risiko im Urlaub

Unterschätzen Sie im Hinblick auf Ihre Reisesicherheit den Straßenverkehr(Blogartikel: Sicherheit im Straßenverkehr ) im Zielland nicht. Vielerorts sind Fahrbahnen in schlechtem Zustand, es gibt u.U. keine Verkehrsregeln oder sie werden kaum beachtet. Insbesondere in den meisten afrikanischen und in einigen asiatischen Ländern sterben erschreckend viele Menschen im Straßenverkehr. In diesen Ländern sollten Sie als Fußgänger oder Autofahrer besonders aufmerksam sein. Meiden Sie die oftmals verkehrsuntauglichen öffentlichen Verkehrsmittel und nutzen Sie nur offiziell zugelassene Taxis.
 
Aber auch wenn Sie auf deutschen und europäischen Autobahnen unterwegs sind, ist es wichtig, das Auto vorher zu warten und gegebenenfalls auf Sommer- oder Winterreifen umzusteigen. Fahren Sie bei hohem Verkehrsaufkommen vorsichtig, legen Sie viele Pausen ein und achten Sie darauf, dass das Gepäck gut verstaut ist und die Sicht nicht behindert.
 

Gesundheitsrisiken vorbeugen

Für tropische und subtropische Urlaubsregionen ist zusätzlicher Impfschutz und/oder eine Malariaprophylaxe ratsam. Fragen Sie am besten einige Monate vor Reiseantritt Ihren Hausarzt oder eine Impfstelle in Ihrer Nähe. Dabei können Sie gleich prüfen lassen, ob wichtige Standardimpfungen aufgefrischt werden sollten.
 
Auch wenn dies Zusatzgepäck bedeutet: Bestücken Sie Ihre Reiseapotheke zumindest mit einem Erste-Hilfe-Set und den Medikamenten, die Sie regelmäßig einnehmen. In einigen Ländern sind bestimmte Arzneimittel nur schwer zu bekommen und die medizinische Versorgung kann vor allem im ländlichen Raum unzureichend sein.
 

Sicherer in den Urlaub: Schutz vor Kriminalität

Diebe haben mit ortsunkundigen und der Landessprache nicht mächtigen Touristen oft leichtes Spiel. Kennen Sie daher die Maschen von Trickbetrügern und lassen Sie große Bargeldsummen, Schmuck und andere Wertgegenstände im Hotelsafe. Bauchtaschen und Brustbeutel sind diebstahlsicherer als Handtaschen und Rucksäcke. Wenn Sie die zentrale Notrufnummer für Geldkarten dabei haben, können Sie Ihre Kreditkarte im Falle eines Verlustes sofort sperren lassen. Sie nutzen auch unterwegs Online-Banking? Dann achten Sie auf einen guten Virenschutz und nutzen Sie nur geschützte WLAN-Verbindungen.
 
Meiden Sie Orte, an denen häufig Raubüberfälle und andere Gewaltverbrechen passieren. Erkundigen Sie sich bei Gastgebern, Reiseleitern oder Hotel-Rezeptionisten, welche Stadtviertel oder Regionen als unsicher gelten. Nutzen Sie der Reisesicherheit zuliebe nachts lieber ein offizielles Taxi und bewegen Sie sich nur in Begleitung anderer. Wenn Sie allein unterwegs sind, ist das Risiko erheblich größer, überfallen zu werden. Mit einem Guide, einer Reisegruppe oder Ihren Mitreisenden bewegen Sie sich im Ausland sicherer. Das gilt besonders für Frauen. Statistisch gesehen sind alleinreisende Frauen in vielen Ländern am stärksten gefährdet.
 

Weitere Tipps für mehr Sicherheit im Urlaub

Fertigen Sie vor der Abreise eine Kopie Ihres Reisepasses oder Personalausweises an. Falls Sie Ihre Dokumente verlieren, können Sie sich dennoch ausweisen und einfacher die für die Ausreise notwendigen Ersatzdokumente beschaffen.
 
Nehmen Sie auch wichtige Kontaktdaten wie die Adresse des deutschen Konsulats und die Telefonnummern Ihrer Angehörigen mit. Ein guter Versicherungsschutz ist ebenfalls unentbehrlich. Eine unaufschiebbare Behandlung oder ein Krankenrücktransport können andernfalls schnell in die Tausende gehen. Ebenfalls sinnvoll ist eine Risikolebensversicherung. Mit ihr wissen Sie im Falle Ihres Todes Ihre Angehörigen finanziell abgesichert.
 
Erkunden Sie unwegsame und touristisch unerschlossene Gebiete nicht auf eigene Faust oder nur gut vorbereitet. Gerade beim Trekking durch wilde Natur und in einer extremen Klimazone sollten Sie sich sehr gut vorbereiten, um Ihre Sicherheit auf der Reise zu erhöhen. Oftmals sind ortskundige Guides und eine Spezialausrüstung unerlässlich. Informieren Sie sich auch über die Wahrscheinlichkeit von Naturkatastrophen wie Erdrutsche, Taifune oder Erdbeben und darüber, wie Sie sich im Katastrophenfall verhalten sollten.