Saisonkennzeichen beim Motorrad

Fragen und Antworten zum Saisonkennzeichen fürs Motorrad

Saisonkennzeichen beim Motorrad

Es ist Frühling und warm genug zum Motorradfahren. Sollten auch Sie Ihr Motorrad ausschließlich in der Saison nutzen, können Sie Geld bei der Motorradversicherung sparen. Dazu brauchen Sie ein Saisonkennzeichen.

Von wann bis wann gilt ein Saisonkennzeichen?

Die Zulassungsstelle erlaubt alles zwischen zwei und elf Monaten. Sie können das Motorrad also von März bis Oktober fahren, wie die meisten Biker, oder nur im Hochsommer. Allerdings können Sie den Zeitraum nicht unterbrechen. Ein Saisonkennzeichen für Mai und Juni plus August und September ist beispielsweise nicht möglich.

Muss ich jedes Mal zur Zulassungsstelle, wenn ich ein Saisonkennzeichen an- oder abmelden will?

Nein, das funktioniert automatisch, sobald Sie ein Saisonkennzeichen haben. Am rechten Rand des Kennzeichens stehen zwei Zahlen: Oben zum Beispiel eine „05“ für Mai und unten eine „10“ für Oktober. Für die Polizei und die Motorradversicherung ist dann klar, dass Sie Ihre Maschine ausschließlich in diesem Zeitraum fahren. Der letzte Apriltag ist für Sie tabu – auch wenn er noch so sonnig sein sollte.

Wie hoch sind die Kosten für ein Saisonkennzeichen? Die Gebühren sind von Stadt zu Stadt unterschiedlich. In Berlin zum Beispiel zahlen Sie je nach Aufwand rund 30 Euro. Hinzu kommen zum Beispiel die Materialkosten, also nochmal etwa 15 Euro. Sollten Sie den Zeitraum später ändern, muss die Behörde ein neues Saisonkennzeichen ausstellen. Dafür fallen die Gebühren erneut an.

Und ich spare bei der Motorradversicherung?

Etliche Motorradversicherungen belohnen Sie dafür, dass Sie Ihr Motorrad monatelang in die Garage stellen. Dafür beziehen manche Motorradversicherungen das Saisonkennzeichen in ihre Tarifrechnung ein. Ob und wie das beim Saisonkennzeichen berücksichtigt wird, ist aber von bei jeder Motorradversicherung unterschiedlich. Klar ist, dass der Versicherungsschutz zum Beispiel von November bis Februar nicht einfach erlischt. Das geht gesetzlich nicht, denn Ihr Motorrad bleibt offiziell zugelassen. Die Zulassung ruht lediglich.

Wo parke ich die Maschine, wenn die Zulassung ruht?

Stellen Sie Ihr Motorrad in eine Garage oder auf Privatgrund. Es darf auf keinen Fall auf der Straße parken. Saisonmotorräder werden außerhalb ihrer jeweiligen Saison gnadenlos abgeschleppt. Außerdem wird ein Bußgeld fällig und es gibt Punkte in Flensburg.

Wie reagiert die Motorradversicherung, wenn ich außerhalb der Saison einen Unfall baue?

Was auf Ihrem Saisonkennzeichen steht, das gilt. Wer außerhalb des Zulassungszeitraums fährt und einen Unfall verursacht, für den wird’s übel. Die Motorradversicherung zahlt unter Umständen keinen Cent, und der Biker haftet mit Haus, Hof und Flachbildfernseher. Das ist nur gerecht gegenüber allen anderen, die sich ans Gesetz halten.

Ok, ich will so ein Saisonkennzeichen. Welchen Papierkram muss ich erledigen?

Das legen Sie Ihrer Kfz-Zulassungsstelle vor:

  • Zulassungsbescheinigung I und II – die hieß früher Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief
  • Personalausweis oder Pass
  • gültige Hauptuntersuchung inklusive Abgasuntersuchung
  • die elektronische Bestätigung Ihrer Motorradversicherung (eVB-Nummer)
  • das Kennzeichen, das Sie bisher genutzt haben

Tipp zum Schluss: Kombinieren Sie andere Rabatte mit dem Saisonkennzeichen. Ihre Motorradversicherung belohnt es zum Beispiel, wenn Sie wenig fahren oder wenn die Maschine in einer verschlossenen Garage parkt. Außerdem beeinflusst das Saisonkennzeichen möglicherweise Ihre Einstufung bei der Schadenfreiheit. Fragen Sie einfach bei Ihrer Motorradversicherung nach.