Wann lohnt sich eine Risikolebensversicherung für Beamte?

Risikolebensversicherung und Arbeitslosigkeit: Das ist wichtig

Risikolebensversicherung Arbeitslosigkeit

Trotz umfangreicher Vorsorgeleistungen kann eine Risikolebensversicherung für Beamte sinnvoll sein. In welchen Fällen sie die Absicherung ergänzt, lesen Sie hier

Polizisten, Staatsanwälte, Lehrende – etwa jeder dritte Beschäftigte im Öffentlichen Dienst ist ein Beamter. Beamte und ihre Angehörigen sind häufig gut abgesichert, sie profitieren von besonderen Leistungen, etwa bei Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, aber auch im Todesfall. Doch nicht immer reicht diese Versorgung, um die Lieben abzusichern. Dann kann eine Risikolebensversicherung eine sinnvolle Ergänzung sein. In welchen Fällen sich diese besonders lohnt, was beim Abschluss der Versicherung zu beachten ist und was sie kostet, erfahren Sie hier.

Wie ist die Hinterbliebenenversorgung für Beamte geregelt? 

Grundsätzlich sind Beamte auf Lebenszeit in vielen Bereichen anders abgesichert als Angestellte. So übernimmt der Dienstherr – etwa eine Bundesbehörde oder Stiftung - einen Teil der Krankheitskosten, die sogenannte Beihilfe, oder zahlt ein Ruhegehalt, wenn die verbeamtete Person aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann. Auch bei einem Unfall springt die Beamtenversorgung ein und zahlt beispielsweise einen Unfallausgleich oder Unfallruhegehalt, da Beamte nicht durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt sind. 

Ähnliche Regelungen gibt es auch für Hinterbliebene, wenn der Beamte verstirbt, wie das Bundesministerium des Innern, Bau und Heimat auf seinen Infoseiten erläutert. Angehörige erhalten ein Sterbegeld und Witwen-/Witwergeld bzw. Waisengeld. Die Höhe dieser Leistungen bezieht sich auf das Ruhegehalt, das der Verstorbene bekommen hätte, wäre er zu diesem Zeitpunkt in den Ruhestand gegangen. Das Witwen- oder Witwergeld beträgt beispielsweise 55 Prozent des Ruhegehalts.

Wann ist eine Risikolebensversicherung für Beamte sinnvoll? 

Nicht alle Bediensteten sind automatisch auf Lebenszeit verbeamtet. Es gibt darüber hinaus Beamte auf Zeit, auf Probe oder auf Widerruf. Von dem kompletten Vorsorgevorteil profitiert jedoch nur, wer bereits auf Lebenszeit verbeamtet ist.

Für alle anderen ist eine Risikolebensversicherung  (RLV) sinnvoll, wenn sie eine Familie oder einen Partner haben und diese finanziell absichern wollen. In diesem Fall ist eine Risikolebensversicherung mit einer kürzeren Laufzeit eine geeignete Variante. Sie läuft bis zu dem Zeitpunkt, ab dem der Status „Beamter auf Lebenszeit“ gilt.

In diesen konkreten Fällen lohnt sich ein Versicherungsabschluss:

  • Für die Hinterbliebenen von Beamten, die noch am Anfang ihrer Laufbahn standen, fallen die Leistungen oft nicht besonders hoch aus. In diesem Fall kann eine Risikolebensversicherung helfen, den Lebensstandard der Familie zu halten.
  • Für unverheiratete Paare oder eingetragene Lebenspartnerschaften ist die Versicherung ebenfalls sinnvoll, denn der Hinterbliebene erhält normalerweise kein Witwen-/Witwergeld.
  • Zur Absicherung eines Immobilienkredits.

Wie funktioniert die Kredit-Absicherung durch die Risikolebensversicherung?

Grundsätzlich gilt: Mit einer Risikolebensversicherung sichert der Versicherte nicht sich selbst, sondern andere Personen finanziell ab. Das ist besonders dann wichtig, wenn der Versicherte einen größeren Kredit aufgenommen hat, etwa für einen Hausbau im Grünen oder den Kauf einer Eigentumswohnung. So wird sichergestellt, dass (Ehe-) Partner und Kinder das Immobiliendarlehen auch nach dem Tod des Versicherten - und häufig Hauptverdieners - weiter zurückzahlen können.

 
Hinweis:

Die Höhe der Versicherungssumme ist bei einer Risikolebensversicherung frei wählbar. Orientierung sollte die Kreditsumme sein. Primär sollten Sie darauf achten, dass die Versicherungssumme mindestens die Restschuld des aufgenommenen Kredits abdeckt.

 

Wie sichert die Risikolebensversicherung Hinterbliebene ab?

Sollte der Versicherte während der Vertragslaufzeit sterben, wird die vereinbarte Versicherungssumme fällig. Der Geldbetrag wird an die Person ausgezahlt, die als Begünstigte angegeben wurde. Üblicherweise sind das (Ehe-)Partner oder eigene Kinder, aber auch andere Personen sind möglich. Ziel ist es, größere finanzielle Sicherheit für die Hinterbliebenen zu schaffen, da mit der Versicherungssumme verschiedene Folgekosten wie Miete, Kredite oder Schulgeld abgedeckt werden können.

Darauf kommt es beim Abschluss einer Risikolebensversicherung an 

Vor dem Abschluss einer Police sollten Beamte zunächst einige Fragen klären:

  • Wie viel Geld benötigen die Hinterbliebenen im Falle des Todes, um den Lebensstandard zu halten?
  • Gibt es Kredite, die abbezahlt werden müssen?

Im nächsten Schritt sollten die Versorgungsleistungen des Dienstherrn berechnet werden, um den tatsächlichen Bedarf zu bestimmen:

  • Wie hoch ist das bisher erreichte Ruhegehalt?
  • Welche Beihilfen gibt es?

Im dritten Schritt geht es um folgende Fragen:

  • Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein, um die Leistungen des Dienstherrn zu ergänzen? Diese Summe bestimmt maßgeblich die Beitragshöhe.
    Bei Verti sind Versicherungssummen ab 20.000 Euro bis zu 3 Millionen Euro möglich. Stiftung Warentest empfiehlt als Versicherungssumme das 3- bis 5-fache des Jahreseinkommens. 
  • Wie lange wird die Versicherung benötigt bis die Leistungen des Dienstherrn ausreichend sind, der Immobilienkredit abgezahlt oder die Kinder alt genug sind, um auf eigenen Beinen zu stehen? Daraus ergibt sich die Vertragslaufzeit.

Im vierten Schritt wird der Versicherungsverlauf bestimmt. Es gibt die Möglichkeit einer gleichbleibenden, steigenden oder fallenden Versicherungssumme.

 
Tipp:

Wenn abzusehen ist, dass sich die Leistungen des Dienstherrn erhöhen, der Bedarf kleiner wird oder ein Kredit abgesichert werden soll, kann eine fallende Versicherungssumme sinnvoll sein.

 

Was kostet eine Risikolebensversicherung?

Die Prämienhöhe für eine Risikolebensversicherung zur Kreditabsicherung hängt von verschiedenen Faktoren ab, dazu gehören beispielsweise das Alter, der Gesundheitszustand und die Lebensweise. 

Ein Beispiel: Ein 35-jähriger gesunder Mann, Nichtraucher, keine risikobelasteten Hobbys wie Apnoetauchen, schließt eine Police über 150.000 Euro ab, die Laufzeit beträgt 10 Jahre. 

Daraus ergeben sich folgende Beitragszahlungen (Stand 12/2020):

Gleichbleibende Versicherungssumme Linear fallende Versicherungssumme
5,06 € monatlich (60,70 € jährlich) 3,44 € monatlich (41,25 € jährlich)
 

Sind Sie verbeamtet oder kurz davor und möchten Ihre Lieben für den Fall der Fälle absichern? Berechnen Sie hier Ihren günstigen Tarif für eine Risikolebensversicherung bei Verti. Damit Sie optimal planen können, garantiert Verti Ihnen über die gesamte Laufzeit eine konstante Beitragshöhe. Dabei entscheiden Sie, ob Sie den Beitrag monatlich oder jährlich zahlen möchten. Da keine Ratenzahlungszuschläge erhoben werden, kommt es auch bei einer monatlichen Zahlung nicht zu einer Beitragserhöhung. Gleichzeitig profitieren Sie von einem mehrfach durch unabhängige Analysen ausgezeichneten Versicherungsschutz.

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