Lebensversicherung nach Scheidung: Es muss nicht gleich die Kündigung sein

Um hohe Verluste zu vermeiden, gibt es Alternativen - Begünstigter im Todesfall kann auf Wunsch geändert werden

Lebensversicherung nach Scheidung: Es muss nicht gleich die Kündigung sein
Eine Scheidung ist keine angenehme Sache, denn neben einem gebrochenen Herzen gibt es auch ziemlich viel Papierkram zu erledigen. Schließlich ist es nach einer Scheidung wichtig, alle Angelegenheiten zu ordnen und für klare Verhältnisse zu sorgen. Bei der gemeinsamen Wohnung oder dem Haus ist das vielleicht noch recht unproblematisch zu lösen. Wirklich knifflig wird es jedoch, wenn es um gemeinsame Verträge, wie eine Lebensversicherung geht.
Bei der Mehrzahl der Versicherungsverträge läuft die Lebensversicherung über einen Versicherungsnehmer und es wird ein Begünstigter benannt, der die Geldsumme im Todesfall erhalten soll. In diesem Fall ist das Prozedere recht einfach: Wenn man sich scheiden lässt, wird der Name des zuvor Begünstigten geändert, solange man umgehen möchte, dass der Ex-Partner im Falle des eigenen Todes die Auszahlungssumme erhält.
Der Begünstigte ändert sich nämlich nicht automatisch durch eine Scheidung, was viele oft annehmen. Für die Änderung reicht eine formlose Mitteilung an die Versicherung darüber, wer als neuer Begünstigter festgelegt werden soll. Tipp: Ideal für die Bezeichnung ist der vollständige Name oder anstatt z.B. „Ehefrau“, „aktuelle“ Ehefrau einzutragen, um Verwirrungen zu vermeiden und die Begünstigung der falschen Personen zu verhindern.