So gewöhnen Sie Ihren Hund ans Autofahren

Nicht jeder Hund fÀhrt gerne im Auto mit. Unsere Tipps helfen, den Vierbeiner an das Autofahren zu gewöhnen.

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So gewöhnen Sie Ihren Hund ans Autofahren

WĂ€hrend einige Hunde mit Begeisterung in das Auto springen, wehren sich andere mit aller Kraft gegen das Einsteigen. Letzteres kann passieren, wenn sich die Tiere im Fahrzeug unwohl fĂŒhlen. Zumeist passiert das, wenn Hundebesitzer sich nicht genĂŒgend Zeit fĂŒr die Eingewöhnung genommen haben.


Hund an das Autofahren gewöhnen


Ob Welpe oder Ă€ngstlicher Hundesenior: So gut wie jeder Vierbeiner kann sich an das Autofahren gewöhnen. Möchten Sie erreichen, dass Ihr Vierbeiner ohne großen Widerstand in einen Pkw einsteigt oder sich in eine Hundebox begibt? Die nachfolgenden Tipps verraten, wie das gelingt.


1. Zum richtigen Zeitpunkt ĂŒben


Der SchlĂŒssel zum Erfolg ist simpel. Der Vierbeiner muss verstehen, dass das Fahrzeug eine Umgebung verkörpert, in der es nichts zu befĂŒrchten gibt. Per Übung bzw. regelmĂ€ĂŸigem Training lĂ€sst sich dieses Ziel erreichen.

Viele Hundebesitzer nehmen sich nicht genĂŒgend Zeit, um den Hund an das Auto zu gewönnen. So manchem Hund wird damit zu viel abverlangt und der Grundstein fĂŒr Probleme beim Einsteigen gelegt. Besser ist es deshalb, in aller Ruhe zu ĂŒben. Also nicht erst kurz vor einer notwendigen Fahrt, sondern, wenn genĂŒgend Zeit vorhanden ist.


2. Hund mit dem Fahrzeug vertraut machen


Beim Üben geht es zunĂ€chst darum, den Hund mit der Umgebung vertraut zu machen. Hundebesitzer sollten jedoch nicht zu viel verlangen, wie z. B. dass das Tier im Fahrzeug oder gar in einer Transportbox bleibt. Stattdessen stehen kleine Schritte an, d. h. der Hund soll sich erst einmal in der NĂ€he des Pkw aufhalten und beispielsweise bei geöffneter TĂŒr in das Fahrzeug schnĂŒffeln. Zur Motivation kann es hilfreich sein, mit Leckerlies zu arbeiten. Diese werden vor dem Auto oder auch bei geöffneter TĂŒr auf der Einstiegsschwelle platziert.


3. Durch Wiederholung Vierbeiner ans Auto gewöhnen


Wie so oft beim Hundetraining gilt auch hier: HĂ€ufiges Wiederholen ist der SchlĂŒssel zum Erfolg – am besten wird tĂ€glich geĂŒbt. Wenige Minuten genĂŒgen vollkommen. Hauptsache, das Tier begibt sich in die NĂ€he des Fahrzeugs und entwickelt ein Interesse am Innenraum.


4. Langsame Steigerung beim Hundetraining


Der sicherste Weg zum Ziel fĂŒhrt ĂŒber eine schrittweise NĂ€herung. Wie erwĂ€hnt, sollte sich der Vierbeiner erst in der NĂ€he des Fahrzeugs wohl fĂŒhlen, spĂ€ter dann auch in den Pkw begeben. Anschließend folgen das Anlegen von Sicherheitsgeschirr oder alternativ das Ablegen in der Hundetransportbox.

Gerade beim Arbeiten mit einer Box ist es wichtig, sich viel Zeit zu lassen. Das Tier soll schnuppern und von allein in die Box gehen. Wenn möglich, findet mit jeder neuen Trainingseinheit eine Steigerung statt. Sie können zum Beispiel die Klappe schließen und jedes Mal lĂ€nger geschlossen lassen. Das sollten Sie so oft ĂŒben, bis sich das Tier gerne in der Box aufhĂ€lt und auch bei angelassenem Motor nicht nervös wird.

Ganz wichtig ist es, dass der Hund bei der Fahrt im Auto immer ausreichend gesichert ist. Den Vierbeiner ungesichert auf die RĂŒckbank zu setzen, ist keine Option. Im Falle einer Vollbremsung oder Kollision könnte sich das Tier verletzen oder sogar weitere Insassen gefĂ€hrden. Findet keine Sicherung des Tieres statt, wird u.U. ein Bußgeld fĂ€llig und kann unter bestimmten Voraussetzungen sogar mit einem Punkt in Flensburg geahndet werden.


5. Aussteigen ĂŒben mit dem Hund


Viele Menschen, die ihren Hund an das Autofahren gewöhnen möchten, denken nicht an das sichere Verlassen des Fahrzeugs. Dabei ist es entscheidend, dass der Vierbeiner sicher aussteigt. Gerade, wenn sich ein Tier unsicher fĂŒhlt, droht es aus dem Fahrzeug zu flitzen, sobald sich die Möglichkeit bietet. Dies ist wiederum gefĂ€hrlich fĂŒr das Tier sowie andere Verkehrsteilnehmer. Deshalb sollten Sie beim Training nicht nur das Einsteigen, sondern auch das sichere Aussteigen ĂŒben.

Wegen ihrer hochentwickelten Sinne nehmen Hunde ihre Umgebung viel intensiver wahr als wir Menschen. Deshalb sind sie auch sehr empfindlich – gerade in einer ungewohnten Situation wie dem Autofahren. Hundebesitzer sind gut damit beraten, ihre vierbeinigen Freunde einfĂŒhlsam und mit viel Geduld an das Reisen in einem Pkw heranzufĂŒhren.

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