Beim Hauskauf nicht vernachlässigen: Die Notarkosten

Bei einem Hauskauf bezeugt der Notar die Vertragsunterzeichnung und übernimmt weitere Aufgaben. Die Kosten dafür sollten Sie einplanen.

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Beim Hauskauf nicht vernachlässigen: Die Notarkosten

Wenn Sie ein Haus oder ein Grundstück kaufen, müssen Sie neben dem Kaufpreis weitere Zusatzkosten mit einplanen. Ein Posten beim Hauskauf sind die Notarkosten. Diese sind zwingend notwendige Nebenkosten, da nur ein notariell beglaubigter Kaufvertrag Gültigkeit besitzt. Zudem nimmt Ihnen der Notar einige Aufgaben ab und sorgt dafür, dass der Kauf für beide Vertragspartner fair abläuft.

Warum ist ein Notar beim Hauskauf notwendig?

In Deutschland muss die Unterzeichnung eines Kaufvertrags für ein Haus, eine Wohnung oder ein Grundstück von einem Notar beaufsichtigt werden. Nur dann ist der Kaufvertrag rechtlich gültig. Beim Hauskauf ist der Notar ein neutraler Vermittler zwischen Käufer und Verkäufer. Er stellt sicher, dass der Vertragsabschluss korrekt abläuft und für keine Seite einen Nachteil beinhaltet.

Notare sind laut der Bundesnotarordnung „unabhängige Träger eines öffentlichen Amtes“. Sie haben einen Freiberufler-Status und üben ein öffentliches Amt aus, bei dem sie zur Neutralität verpflichtet sind. Welchen Notar Sie beauftragen möchten, können Sie als Käufer frei entscheiden.

 

Die Aufgaben eines Notars beim Hauskauf

Die wichtigsten Aufgaben eines Notars:

  • Beratung und Aufklärung von Käufer und Verkäufer
  • Verwalten und Überwachen der Zahlungen
  • Beurkundung des Vertrags
  • Einholen behördlicher Genehmigungen
  • Eintragen der Grundschuld beim Grundbuchamt
Die einzelnen Aufgaben können sich stets je nach Auftrag oder Sachlage etwas unterscheiden. Je mehr der Notar im Rahmen des Auftrages zu tun hat, desto höher fallen die Notargebühren aus. 
  • Ein Notar übernimmt wichtige Aufgaben beim Hauskauf: Nur ein notariell beglaubigter Kaufvertrag ist rechtsgültig.

Hauskauf: Kosten für den Notar und Ablauf

Der Notar übernimmt bei der Abwicklung eines Kaufvertrags neben der Beurkundung des Kaufvertrags also mehrere wichtige Aufgaben, die entsprechend vergütet werden müssen. 

Berechnung der Notargebühren

Der Notar rechnet seine Arbeit mit einer Pauschale ab und ist dabei an feste Vorgaben gebunden. Die Kosten für Notare sind im Gerichts- und Notarkostengesetz festgelegt. Zu den Gebühren kommt die Umsatzsteuer hinzu. Außerdem rechnet der Notar auch die Grundbuchgebühren ab, da er die Eintragung der Grundschuld vornimmt. Beim Kauf einer Immobilie oder eines Grundstücks kann der Käufer mit Notargebühren in der Höhe von 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises rechnen.

Ablauf der notariellen Beurkundung

Der entscheidende Moment beim Hauskauf ist die Vertragsunterzeichnung beim Notar. Dafür kommen Käufer und Verkäufer beim Notartermin zusammen. Es müssen zwingend beide Vertragspartner anwesend sein, und der Notar muss den gesamten Vertrag vorlesen. Bei Unklarheiten erläutert er die Formulierungen und beantwortet Fragen. Sollten Käufer oder Verkäufer Änderungs- oder Ergänzungswünsche haben, können diese beim Notartermin vorgebracht, gemeinsam besprochen und gegebenenfalls in den Vertrag aufgenommen werden.


Sobald alle Fragen zum Hauskauf beim Notartermin geklärt wurden, unterzeichnen Käufer und Verkäufer den Vertrag. Anschließend besiegelt ihn der Notar und macht ihn damit rechtsgültig.


Nach der Vertragsunterzeichnung lässt der Notar die Eigentumsübertragung im Grundbuch vormerken und informiert das Finanzamt, das dann einen Grunderwerbsteuerbescheid versendet. Erst wenn die Notargebühren beglichen und der Kaufpreis bezahlt sind, erfolgt die vollständige Umschreibung der Immobilie im Grundbuch.

 

Notarkosten bei Hausbau geringer?

Die Notarkosten richten sich nach dem Kaufpreis, der im Vertrag festgehalten ist. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um den Preis für eine Wohnung, ein bereits existierendes Haus samt Grundstück oder ein unbebautes Grundstück handelt. Dementsprechend fallen aufgrund des niedrigeren Kaufpreises die Notargebühren beim Kauf eines unbebauten Grundstücks in der Regel geringer aus als beim Hauskauf. 


Wer ein unbebautes Grundstück kauft, kann zudem bei der Grunderwerbsteuer sparen. Diese richtet sich nämlich ebenfalls nach dem Kaufpreis und wird nur einmalig entrichtet. Wenn der spätere Hausbau eindeutig vom Grundstückskauf getrennt stattfindet, fällt die Grunderwerbsteuer daher geringer aus. Dafür kommen auf den Hausbauer weitere Kosten zu, beispielsweise für die Baugenehmigung.


Beim Hauskauf Notarkosten einkalkulieren

Möchten Sie eine Immobilie oder ein Grundstück kaufen, sollten Sie bei der Planung Ihres Budgets die Nebenkosten mit einberechnen. Denn neben dem reinen Kaufpreis fallen weitere Kosten an, die Sie zwingend begleichen müssen, wie die Grunderwerbsteuer oder eine Maklerprovision. Beim Hauskauf werden die Notarkosten in aller Regel in vollem Umfang vom Käufer übernommen. Nur in Ausnahmefällen beteiligt sich der Verkäufer anteilig, auch wenn im Zweifelsfall beide Parteien für die Begleichung der Kosten haften.


Wenn auch Sie den Kauf einer Immobilie erwägen, kalkulieren Sie sämtliche Zusatzkosten mit ein. Denn dies ist nicht nur für den Kauf entscheidend, sondern auch für die Absicherung der Finanzierung, beispielsweise durch eine Risikolebensversicherung. Schließlich sollte diese im Fall der Fälle sämtliche Kosten abdecken.