Leasing und Finanzierung: Was bringt ein GAP-Schutz?

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GAP-Deckung: Was ist das?

Mut zur Lücke – oder doch besser nicht? Hier finden Sie Antworten auf Fragen zur GAP-Deckung im Fall von Totalschaden oder Diebstahl

Verschiedene Bezeichnungen, ein Ziel: Ob Differenz-Deckung, GAP-Schutz oder auch GAP-Unterdeckungsschutz - dieser zusätzliche Versicherungsschutz ist interessant für alle, die ein Fahrzeug leasen oder finanzieren möchten. Vor allem dann, wenn es sich um ein hochpreisiges Modell handelt. Denn im Falle eines Diebstahls oder Totalschadens muss mit der Zusatzversicherung ggf. nicht tief in die eigene Tasche gegriffen werden. In welchen Fällen springt die Police konkret ein, was kostet sie und wie lange ist sie sinnvoll? Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie hier.

 
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Was ist eine GAP-Deckung? 

Die GAP-Deckung (engl. Gap für „Lücke“ bzw. guaranteed asset protection für „garantierter Vermögensschutz“) ist eine Zusatzversicherung, die häufig beim Leasing oder einer Finanzierung zum Einsatz kommt – insbesondere bei Modellen der oberen Mittel- und Oberklasse. Kommt es bei einem geleasten oder finanzierten Fahrzeug zu einem Totalschaden oder Diebstahl, sichert die Kfz-Kaskoversicherung den Wiederbeschaffungswert ab. 

Der GAP-Schutz deckt als Ergänzung zur Vollkasko bei Totalschaden, Zerstörung oder Verlust die finanzielle Lücke zwischen der Restforderung aus dem Leasing- oder Kreditvertrag und dem Wiederbeschaffungswert (Berechnung anhand des Alters, der Abnutzung und Gebrauch des Autos) ab.

 
Übrigens: 

Totalschaden bedeutet nicht automatisch das komplette Aus Ihres Fahrzeugs. Wenn Ihr Auto einen Totalschaden hat, können Sie sich mit einer Kaskoversicherung auch für eine Reparatur entscheiden, sofern der Schaden dies zulässt. Die Versicherung übernimmt die Kosten der fachgerechten Reparatur bis zum errechneten Wiederbeschaffungswert.

 

Wie berechnet sich der GAP-Schutz?

Der GAP-Schutz deckt die Differenz zwischen Wiederbeschaffungswert und dem sogenannten Leasingrestbetrag bzw. der Restforderung bei einer Finanzierung ab.

Ein Beispiel:

Sie haben vor gut anderthalb Jahren einen Leasing- oder Finanzierungsvertrag inkl. Vollkaskoversicherung mit Selbstbeteiligung (500 Euro) für einen Kompaktwagen mit einem Neuwert in Höhe von 30.000 Euro abgeschlossen. Nach einem Unfall heißt die Diagnose des Sachverständigen: Totalschaden.

Das zahlt die Kaskoversicherung:

Wiederbeschaffungswert 19.000 Euro
Restwert (erzielte Verkaufssumme für Schrottwagen) - 4.000 Euro
Selbstbehalt - 500 Euro
Summe der Leistungen aus der Kasko: 14.500 Euro

Das zahlt die GAP-Versicherung:

Restleasingwert/Restforderung Finanzierung 22.000 Euro
Wiederbeschaffungswert 19.000 Euro
Summe der Leistungen aus der GAP: 3.000 Euro

 

Sie erhalten also insgesamt 17.500 Euro Versicherungsleistungen (Kasko + GAP). Mit den 4.000 Euro Erlös aus dem Verkauf des Schrottwagens und Ihrer vertraglich vereinbarten Selbstbeteiligung von 500 Euro sind damit die Restforderungen des Leasinggebers bzw. des Finanzinstituts komplett abgedeckt. 

 
 

Was beinhaltet der Leasingrestbetrag?

Als Leasingrestbetrag wird die Summe verschiedener Faktoren bezeichnet, beispielsweise: 

  • noch ausstehende abgezinste Leasingraten
  • anteilige Restrate
  • abgezinstem Leasing-Restwert 
  • noch nicht verbrauchte Leasingvorauszahlung.

Der Leasingrestbetrag ist in der Regel höher als der Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs, vor allem in den ersten Jahren.

Quelle: Leasingmarkt.de


Wann lohnt sich die GAP-Deckung? 

Eine GAP-Deckung lohnt sich vor allem für Fahrzeuge der gehobenen Mittelklasse oder Oberklasse, die geleast oder finanziert werden, da der Wertverlust relativ hoch ist. Der Wiederbeschaffungswert sinkt in den ersten Jahren deutlich schneller als die im Leasingvertrag oder Finanzierungsvertrag vereinbarte Restforderung. 

Dementsprechend kann die Lücke, also der Betrag, der nicht von der Vollkaskoversicherung abgedeckt wird, bei einem Diebstahl oder Totalschaden ziemlich hoch sein. 

Grundsätzlich kommt die Vollkaskoversicherung für so gut wie alle Schäden auf, die am eigenen Auto entstehen. Eine Kfz-Vollkasko sichert unter anderem auch selbstverschuldete Unfälle und Vandalismus ab. Außerdem ist die Teilkasko in der Vollkasko-Versicherung bereits enthalten.

Was kostet eine GAP-Versicherung?

Die Kosten variieren je nach Fahrzeugmodell, Vertragsmodalitäten und Versicherungsgesellschaft. Eine GAP-Deckung wird in der Regel mit dem Leasing- oder Kreditvertrag abgeschlossen - häufig gibt es attraktive Paketpreise. Wenn die aktuelle Police noch keine GAP-Deckung enthält, lässt sich diese nachträglich hinzubuchen. 

 
Tipp: 

Ob Sie einen Komplettschutz oder eine Selbstbeteiligung (z.B. 300 Euro) wählen, wirkt sich ebenfalls auf den Preis des Versicherungsschutzes aus.

 

Wie lange ist die GAP-Deckung sinnvoll?

Eine GAP-Deckung lohnt sich mindestens so lange, wie der Leasingrestbetrag den Wiederbeschaffungswert des Autos übersteigt.

GAP-Deckung und Neupreisentschädigung – was ist zu beachten? 

Die Neuwertentschädigung ist eine Zusatzleistung der Kaskoversicherung, die sich vor allem für Fahrzeuge der oberen Mittelklasse lohnt. In den ersten Monaten nach Erstzulassung ist der Wertverlust von Fahrzeugen am höchsten. Eine Neuwertentschädigung erstattet für einen vertraglich vereinbarten Zeitraum, zum Beispiel 12 Monate, im Falle eines Totalschadens oder Diebstahls, den Neupreis des Fahrzeugs.

Die GAP-Deckung kommt i. d. R. dann zum Einsatz, wenn die Neupreisentschädigung nicht mehr greift – also je nach vereinbarter Vertragslaufzeit nach z.B. 12 oder 18 Monaten.

Eine GAP-Deckung lohnt sich nicht nur für teure Modelle, auch Verträge für günstigere Fahrzeuge können davon profitieren. Berechnen Sie gleich hier Ihr individuelles Versicherungsangebot oder lassen Sie sich zu Tarifen und bei Fragen telefonisch persönlich von unserem Serviceteam beraten: 030 - 890 004 040. Wir freuen uns auf Sie!

 
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