Kfz-Versicherung für Firmenwagen

Wie Sie Ihren Dienstwagen versichern: Unterschiede zum privaten Auto

Kfz-Versicherung für Firmenwagen
Mitarbeitern im Außendienst wird in der Regel ein Firmenwagen zur Verfügung gestellt. Wenn Sie als Unternehmer Firmenwagen versichern wollen, gibt es einiges zu beachten. Das Experten-Team von Verti steht Ihnen bei Fragen rund um die Kfz-Versicherung gern jederzeit beratend zur Seite.
 

Vollkasko oder Teilkasko für Firmenwagen

 
Ganz gleich ob Ihr Angestellter das Auto beruflich oder privat nutzt, die Kosten der Kfz-Versicherung eines Firmenwagens tragen Sie als Unternehmer.
 
Gesetzlich vorgeschrieben für Firmenfahrzeuge ist eine Haftpflicht-Versicherung. Diese sichert gegen Personen- und Sachschäden ab, die der Fahrer des Dienstwagens anderen zufügt. Hinzu kommt eine Teilkasko- oder Vollkasko-Versicherung. Die Teilkasko zahlt Schäden nach Blitz, Hagel und Wildunfall sowie bietet eine Diebstahlversicherung. . Verursacht Ihr Angestellter den Unfall selber, nützt Ihnen nur die Vollkasko. Bei Firmenwagen auf Vollkasko zu setzen, ist also eine weise Entscheidung. Sollten Sie das Auto leasen oder finanzieren, haben Sie sowieso keine Wahl: Vollkasko ist dann vorgeschrieben.
 

Schadensfreiheitsklasse bei Kfz-Versicherung für Firmenfahrzeuge einbeziehen

 
Sie können als Arbeitgeber Geld bei der Kfz-Versicherung sparen, wenn Ihr Angestellter privat in eine hohe Schadensfreiheitsklasse eingestuft ist. Bitten Sie den Fahrer, den persönlichen Rabatt seiner Kfz-Versicherung in den neuen Vertrag einzubringen. Sollte der Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, bekommt er den Rabatt zurück. Vergessen Sie nicht, sich darüber schriftlich zu einigen. Die Kfz-Versicherung benötigt eine schriftliche Vereinbarung, wenn Sie den Rabatt auf den Firmenwagen übertragen soll.
 

Unfall mit Dienstwagen – wann zahlt die Versicherung?

 
Angenommen Ihr Angestellter verursacht mit dem Firmenwagen einen Unfall. Dann kommt es in der Regel darauf an, ob er beruflich oder privat unterwegs war. War er geschäftlich unterwegs, sind Ihre Vollkasko und Ihre Haftpflicht gefragt. Bei privaten Fahrten hingegen muss der Mitarbeiter die Selbstbeteiligung aus eigener Tasche zahlen. Die Rechtsprechung ist da nicht immer ganz eindeutig. Gehen Sie auf Nummer sicher und regeln Sie die Haftung bei privater Nutzung schriftlich.
 

Leicht oder grob fahrlässiges Verhalten mit Firmenwagen

 
Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Angestellter selbst einen Unfall mit dem Firmenfahrzeug verursacht hat, müssen Gutachter ran. Die entscheiden nach vier Graden der Fahrlässigkeit:
 
· Bei leichter Fahrlässigkeit haften Sie zu 100%.
· Bei einfacher Fahrlässigkeit muss der Angestellte in der Regel die Selbstbeteiligung bezahlen..
· Bei grober Fahrlässigkeit haftet der Fahrer in der Regel so gut wie komplett.. Bei Vorsatz haftet der Fahrer in der Regel zu 100%.
 
Grob fahrlässig handelt Ihr Mitarbeiter, wenn er den Firmenwagen zum Beispiel im Rausch gegen einen Baum fährt. Auch Verstöße gegen die StVO gelten als grob fahrlässig: rote Ampel überfahren, Handy am Steuer benutzt oder ähnliches. .
In den meisten Fällen gilt allerdings eine Einschränkung der Haftung des Angestellten. Und zwar dann, wenn zwischen dem Schadenrisiko und dem Einkommen ein eklatantes Missverhältnis besteht. Wäre durch eine volle Zahlung die wirtschaftliche Existenz bedroht, dann haftet er nur anteilig.
 

Vereinbarungen über Firmenwagen prüfen lassen

 
Viele Menschen greifen gern zu Mustern aus dem Internet, wenn sie Vereinbarungen oder Verträge aufsetzen. Lassen Sie solche Dokumente von einem Juristen durchsehen. Sollten Sie zum Beispiel in die Vereinbarung schreiben, dass Ihr Mitarbeiter auch bei leicht fahrlässigen Unfällen haftet, wäre das Schreiben ungültig. . Ein solcher Satz wäre ungesetzlich und das Dokument somit komplett ungültig. Was Sie hingegen aufnehmen dürfen ist zum Beispiel das Verbot, jemand anders ans Steuer des Dienstwagens zu lassen als die Personen, die Sie selbst der Kfz-Versicherung als Fahrer mitgeteilt haben.