Kfz-Versicherung für Firmenwagen: Ratgeber für Unternehmer

Kfz-Versicherung für Firmenwagen

Kfz-Versicherung für Firmenwagen

Wichtige Fakten, Regelungen und Tipps: Was Unternehmen zum Kfz-Schutz von Dienstwagen wissen und beachten sollten

 

Laut Statista wurden in 2020 über 5,2 Millionen der in Deutschland gemeldeten Pkw gewerblich genutzt. Das entspricht rund 11 Prozent des gesamten Pkw-Bestandes. Interessant ist der Trend bei den Neuzulassungen nach Halter. So wurden in den letzten Jahren jeweils erstmals mehr Pkw durch gewerbliche Halter neu angemeldet als durch private. Gehören auch Sie zu den Unternehmern, die beispielsweise ihren leitenden Angestellten, Vertrieblern, Technikern oder anderen Außendienstmitarbeitern einen Dienstwagen stellen? Lesen Sie hier die wichtigsten Fakten, Tipps und Sparmöglichkeiten, die Sie zur Kfz-Versicherung für Firmenwagen kennen sollten.

 
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Teil- oder Vollkasko? Welche Kfz-Versicherung für Firmenwagen sinnvoll ist 

Eines sollten Arbeitgeber grundsätzlich wissen: ganz egal, ob Angestellte ein Firmenauto beruflich oder auch privat nutzen, die Kosten der Autoversicherung eines Firmenwagens trägt in der Regel der Halter, also der Unternehmer.

Gesetzlich vorgeschrieben für Firmenfahrzeuge ist mindestens eine Kfz-Haftpflicht-Versicherung. Diese sichert gegen Personen- und Sachschäden ab, die Fahrende eines Dienstwagens anderen zufügen. Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob wahlweise eine freiwillige Teilkasko- oder Vollkasko-Versicherung abgeschlossen werden sollte.

Im Gegensatz zur Haftpflicht haftet die Teilkasko  bei Schäden, auf die Fahrer selbst keinen Einfluss haben. Dazu zählen beispielsweise Schäden, die durch Wettereinflüsse wie Blitz- oder Hagelschlag, Wildunfall oder Diebstahl entstehen. Für einen selbstverursachten Unfall mit dem Firmenwagen hingegen, bietet nur eine Vollkasko  ausreichenden Schutz. Da diese auch alle Teilkaskoleistungen enthält, ist sie bei Firmenwagen also eine weise Entscheidung.

 
Gut zu wissen bei Leasing oder Finanzierung:

Sollten Sie als Unternehmer einen oder mehrere Firmenwagen leasen oder finanzieren, haben Sie ohnehin keine Wahl: In diesem Fall ist eine Vollkasko vorgeschrieben. Darüber hinaus könnte hier der sogenannte GAP-Schutz für Sie interessant sein. Diese Zusatzversicherung deckt bei Totalschaden, Zerstörung oder Verlust die finanzielle Lücke zwischen dem Wiederbeschaffungswert und dem Leasingrestbetrag bzw. der Restforderung bei einer Finanzierung ab. Für Sie als Unternehmer ist das somit eine zusätzliche finanzielle Absicherung.

 

Rechte und Pflichten von Firmenwagenfahrern 

Das wichtigste, bevor Arbeitnehmer vom Unternehmen einen Dienstwagen erhalten, ist ein sogenannter Dienstwagenüberlassungsvertrag. Neben den beiden Vertragsparteien und der genauen Bezeichnung des Fahrzeugs wie Typ, Marke, Kennzeichen und Fahrgestellnummer gehören auch sämtliche Pflichten und Rechte des Arbeitnehmers in den Vertrag.

Grundsätzlich sollte darin stehen, dass das Fahrzeug in erster Linie für Dienstfahrten zu nutzen und pfleglich zu behandeln ist. Für weitere Regeln wie beispielsweise zur privaten Nutzung gilt außerdem: Je detaillierter und klarer formuliert, desto weniger Missverständnisse und Ärger gibt's später.

Hier einige beispielhafte Punkte, die geregelt werden sollten: 

  • ob und in welchem Umfang der Dienstwagen privat genutzt werden darf
  • Haftung bei privater Nutzung (ggf. Selbstbeteiligung des Arbeitnehmers)
  • ob und wer alles mit dem Firmenwagen fahren darf (Familienangehörige)
  • ob ein Fahrtenbuch geführt werden soll
  • wer die Tankrechnung bei Privatfahrten zahlt (Unternehmen oder Fahrer?)
  • Zuständigkeit für regelmäßige Wartung und Pflege (Licht, Bremsen, etc.)
  • private Urlaubs- und Auslandsfahrten gesondert regeln
 
 

Spartipp: Gute private SF-Klasse des Fahrers für Firmenauto nutzen 

Firmen können bares Geld bei der Kfz-Versicherung sparen, wenn Angestellte privat in eine gute Schadensfreiheitsklasse eingestuft sind. Es kann sich durchaus lohnen, den oder die künftigen Fahrer zu bitten, den privat erworbenen Schadenfreiheitsrabatt in die neue Versicherungspolice für das Firmenauto einzubringen.

Für beide Seiten wäre es in diesem Fall wichtig, dass auch diese Einigung vorher schriftlich in der Nutzungsvereinbarung festgehalten wird. Auch der Kfz-Versicherer benötigt eine schriftliche Vereinbarung, wenn der vorher privat erlangte Rabatt einer angestellten Person auf den Firmenwagen übertragen werden soll.

 
Hier ein spezieller Verti-Spartipp:

Suchen Sie für mehrere Firmenfahrzeuge eine günstige Kfz-Versicherung? Ganz gleich, ob Pkw, Lieferwagen oder Motorrad – mit unserem Zweit-Fahrzeug-Tarif fahren Sie besonders günstig. Firmen können damit bares Geld sparen, indem sie sich für ihren Fuhrpark dieselbe Schadenfreiheitsklasse anrechnen lassen wie bei ihrem Erstfahrzeug. Ihr Vorteil: Firmen können diesen von uns bis zu 10 Fahrzeuge erhalten!

 

Unfall mit dem Dienstwagen – welche Versicherung zahlt den Schaden? 

Selbst routinierte und erfahrene Vielfahrer, die schon seit Jahren mit Dienstwagen unterwegs sind, können leicht in einen Verkehrsunfall verwickelt werden. Nicht zuletzt, da andere Verkehrsteilnehmer unberechenbar sind. Schnell ist ein Blechschaden die Folge oder schlimmstenfalls auch ein Personenschaden.

Und wer haftet, wenn's gekracht hat? Bei der Klärung dieser Frage kommt es unter anderem darauf an, wer den Unfall verursacht hat und ob es sich um eine Dienstfahrt oder eine private Fahrt handelt. Grundsätzlich tritt bei einem Unfall mit dem Dienstwagen die Kfz-Versicherung des Arbeitgebers für entstandene Schäden ein.

Passierte der Unfall, während der Wagen privat genutzt wurde, ist es unter Umständen möglich, den Mitarbeiter die Selbstbeteiligung zahlen zu lassen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Haftung bei privater Nutzung vorher schriftlich auch genau geregelt wurde.

Da die Rechtsprechung hier nicht immer ganz eindeutig ist, sollten Arbeitgeber unbedingt auf Nummer sicher gehen. Deshalb wird empfohlen, auch die Haftung bei privater Nutzung schriftlich in der Nutzungsvereinbarung zu regeln. Am besten ist es, sich dazu juristischen Rat einzuholen, um mögliche Rechtsstreitigkeiten mit Angestellten von vorneherein zu vermeiden.

 
Hier noch ein Tipp:

Ein Schaden umfasst möglicherweise nicht nur Reparaturkosten. Je nach Schwere des Unfalls können auch Verdienstausfall oder Schmerzensgeld des Fahrers bzw. Beifahrers oder anderer Unfallbeteiligter hinzukommen. Wenn es also um die Kfz-Versicherung Ihrer Firmenwagen geht, sollten Sie sich deshalb zudem Expertenrat einholen, welcher erweiterte Versicherungsschutz wie zum Beispiel eine Fahrerunfallversicherung Ihnen noch mehr finanzielle Absicherung bietet.

 

Einfache bis grobe Fahrlässigkeit – was im Schadenfall zu beachten ist

Aufwendiger wird es, falls Mitarbeiter einen Unfall mit dem Firmenfahrzeug selbst verursachen sollten. Inwiefern diese im Einzelfall den Schaden aus eigener Tasche zahlen müssen, also ob komplett oder nur zu Teilen, hängt unter anderem vom Grad der Fahrlässigkeit ab.

Dieser spielt insbesondere beim Kaskoschutz für die Schadenregulierung eine wichtige Rolle. Bei grober Fahrlässigkeit beispielweise muss die Kaskoversicherung den Schaden nämlich nicht übernehmen. Sollte also Fahrlässigkeit im Spiel sein, kann das ein Fall für einen Gutachter werden.

Grundsätzlich unterscheidet das Zivilrecht verschiedene Grade der Fahrlässigkeit:

  • Einfache Fahrlässigkeit ➜ Unternehmer haftet meist zu 100 %
  • Leichte und mittlere Fahrlässigkeit ➜ Fahrer zahlt in der Regel die Selbstbeteiligung
  • Grobe Fahrlässigkeit ➜ Fahrer haftet in der Regel komplett

Auch bei Versicherungsfällen speziell mit grober Fahrlässigkeit ist die Gesetzeslage nicht eindeutig. Je nach Einzelfall landen teils sehr komplexe Streitfälle vor Gericht. Aus dem Grund lässt sich das Thema Haftung kaum in Kürze verallgemeinernd in diesem Rahmen darstellen. Deshalb ist hier stets juristischer Rat gefragt.

 
Beispiele für fahrlässiges Verhalten im Straßenverkehr:

Umgangssprachlich ist Fahrlässigkeit eine Unachtsamkeit oder auch leichtsinniges Verhalten. Juristen nennen es „Außerachtlassen der gebotenen Sorgfaltspflichten“. Zu fahrlässigem Fahrverhalten zählen zum Beispiel überhöhte Geschwindigkeit, Handy am Steuer nutzen, rote Ampel überfahren oder zu dichtes Auffahren. Aufschluss gibt hier die StVO.

 

Um grobe Fahrlässigkeit handelt es sich allerdings bei Alkohol am Steuer. Fährt Ihr Mitarbeiter den Firmenwagen beispielsweise im Rausch gegen einen Baum, kann das teuer für ihn werden.

In den meisten Fällen gilt allerdings eine Einschränkung der Haftung des Angestellten. Und zwar dann, wenn zwischen dem Schadenrisiko und dem Einkommen ein eklatantes Missverhältnis besteht. Wäre durch eine volle Zahlung die wirtschaftliche Existenz der betroffenen Person bedroht, so haftet diese nur anteilig.

Ganz gleich, ob Sie eine Mini- oder Kleinflotte an Firmenwagen haben: um sich gegen finanzielle Folgen abzusichern, ist eine optimale und zuverlässige Autoversicherung das A und O. Mit Verti, dem zweitgrößten Kfz-Direktversicherer Deutschlands, haben Sie nicht nur einen starken, sondern auch einen günstigen Versicherer an Ihrer Seite.

Nutzen Sie doch gleich hier unseren Onlinerechner, um Ihren Tarif selbst bequem zu berechnen. Sollten Sie Fragen haben, steht Ihnen unser Serviceteam telefonisch unter 030 - 890 003 003 beratend zur Seite – und im Schadenfall erreichen uns Ihre Mitarbeiter natürlich rund um die Uhr!

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:

 
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*Information zum Rechenbeispiel „ab 8,63 €/ Monat:

*Rechenbeispiel für: Smart Fortwo 1.0 Coupe (HSN: 1313, TSN: AHM), eigenfinanziert, Erstzulassung 2015, Kaufjahr: 2015, Zulassung in PLZ: 26871 (Papenburg), Fahrleistung: 5.000 km/Jahr, Nutzung: ausschließlich privat, Halter: VN, Fahrer: VN (Alter 54 Jahre/Führerschein seit 36 Jahren) und weiterer Fahrer (Alter 52 Jahre/Führerschein seit 34 Jahren), Angestellter, kein Wohneigentum, Abstellplatz: Straße, verheiratet, SF-Klasse KH/ VK: SF 36 / SF 36 Selbstbeteiligung VK/ TK: 500/ 150 €, keine Vorschäden, Zahlweise: jährlich Bankeinzug, Werkstattbindung, Versicherungsbeginn: 05.01.2021, Tarif inkl. Vollkasko, Produktlinie Klassik. Die Ausweisung der 8,63 €/ Monat bezieht sich auf die errechnete Jahresprämie von 103,60 € welche auf 12 Monate runtergebrochen wurde. Stand: 2021

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