Kfz-Versicherung & Co. – Fragen und Antworten zu Wildunfällen

Zahlt die Autoversicherung? Und wie reagiert man richtig bei Wildunfällen?

Kfz-Versicherung & Co. – Fragen und Antworten zu Wildunfällen

Eine Spazierfahrt durch die Natur ist ein besonderes Vergnügen. Vorbei an gelben Weizenfeldern, über romantische Alleen und durch grüne Wälder fährt es sich entspannt und es gibt viel zu sehen. Doch plötzlich ein Schreck: Ein Reh rennt blindlings über die Straße und fast hätte es einen schlimmen Unfall gegeben. Puh, das ist gerade noch mal gut gegangen. Aber wer übernimmt eigentlich die Kosten bei einem Wildunfall? Und wie reagiert man richtig, wenn es gekracht hat? 

Zu welcher Jahreszeit gibt es Wildunfälle?

Ende Juli bis Mitte August befindet sich das Rehwild im Liebesrausch. Daher ist für Autofahrer erhöhte Vorsicht geboten. Denn in der Paarungszeit sind Rehböcke besonders aktiv, wenn sie auf Brautschau gehen. Insbesondere in den frühen Morgenstunden und in der Abenddämmerung ist das Wild unterwegs. Auch im Herbst, wenn es schon früh dunkel wir, heißt es Achtung im Straßenverkehr. Dann ist Paarungszeit des Rotwilds, also von Hirschen. Außerdem suchen Wildschwein, Hase, Dachs und Co. Intensiv nach Leckereien im Wald, um sich ordentlich Winterspeck anzufuttern. Das alles führt natürlich zu viel Bewegung im Tierreich und daher leider auch zu einer ganzen Reihe von Autounfällen. Deswegen sollten Autofahrer im Herbst, besonders zur Dämmerung, vorsichtig fahren. Denn genau dann geschehen die meisten Unfälle.

Wie reagiere ich bei einem Wildunfall?

Am besten soweit es geht cool und gelassen bleiben und kein riskantes Ausweichmanöver starten. Bei hohen Geschwindigkeiten könnte das Auto ins Schleudern geraten. Besser ist, sofort das Licht abzublenden und kontrolliert zu bremsen und zu hupen. Dabei das Lenkrad gerade halten. Übrigens kommen Rehe selten allein. Oftmals ist mit weiteren Tieren zu rechnen.

Zahlt die Autoversicherung bei einem Wildunfall?

Alle Wildunfälle sollten sofort bei der Polizei gemeldet werden. Ab einem Schadenbetrag von EUR 150,00 sehen die meisten Versicherungsbedingungen eine Meldepflicht bei der Polizei vor. So kann man  später Ansprüche gegenüber seinem Versicherer geltend machen: Denn bei Kollisionsschäden mit Haarwild springt die Teilkaskoversicherung ein.

Ein weiterer Tipp: Da Unfälle mit großen Tieren nicht nur mit (Haar)Wild passieren kann, sondern auch mit Kühen, Pferden etc., empfiehlt sich der Abschluss einer Teilkaskoversicherung, die auch Kollisionen mit weiteren Tieren, also nicht nur Wildschäden hinausgeht, mit einschließt.

Wir wünschen Ihnen eine gute Fahrt!